Schon zum vierten Mal in dieser Saison trafen die Rheintaler am Dienstagabend auf Bellinzona – und zum vierten Mal entschieden sie das Spiel noch für sich. Dabei hätte es durchaus noch kippen können: Die Unparteiischen waren noch nicht ganz im Playoff-Modus und vergaben die Strafen etwas gar kleinlich. Die dezimierte Rheintaler Abwehr war aber sattelfest und liess sich nicht mehr als dreimal bezwingen. Weiter geht’s nun bereits am Donnerstag im Tessin.
Magere Ausbeute aus dem Startdrittel
Die Luchse starteten ambitioniert und hatten bald eine optische Überlegenheit, machten aber aus den vielen Topchancen zu wenig. Nur Markus Waidacher konnte die Scheibe in der 13. Minute dank hartnäckigem Nachsetzen im Kasten unterbringen. Diese zu knappe 1:0-Führung hatte bis zur ersten Pause Bestand.
Ins Mitteldrittel starteten die noch zu unkonzentrierten Hausherren in Unterzahl und mussten schnell den Ausgleich zulassen. Die Antwort kam aber prompt, denn Mica Moosmann versorgte den Puck nach einem Pass von Silvan Good zur 2:1-Führung in den Maschen. Später brachten die Rheintaler die Scheibe wieder einmal nicht aus dem eigenen Drittel und ermöglichten Bellinzona so den erneuten Ausgleich. Kurz vor der zweiten Pause bewies dann Moosmann erneut Übersicht: Seinen Pass vor das Tor schob Mathias Hagen zum 3:2 ein. Damit konnte auch das Mitteldrittel mit einem knappen Vorsprung abgeschlossen werden.
Trotz Strafen blieben die Luchse souverän
Gute zwei Minuten nach Wiederbeginn liess Florin Stutz seine Kaltblütigkeit aufblitzen, sein Handgelenkschuss schlug genau im Lattenkreuz ein. Das 4:2 war eine Art Vorentscheidung, Bellinzona war nun definitiv gefordert. Mit einem Time-out versuchte der Tessiner Trainer Vitali Lakhmatov, die Kohlen noch aus dem Feuer zu holen. Und fast wäre das gelungen, denn zwei Strafen gegen die Einheimischen bescherten den Gästen eine doppelte Überzahl und Teamsenior Samuele Guidotti fand die kleine Lücke und verkürzte auf 3:4. Der starke Rheintaler Goalie Ramon Metzler hatte keine Sicht und keine Chance.
Die anschliessende Strafe gegen die GDT roch nach Kompensation, aber Yanick Bodenmann war das egal. Er zimmerte die Scheibe gekonnt in den Torhimmel und liess die mit 423 Fans gut gefüllte Halle erbeben. Die Tessiner versuchten es dann noch ohne Torhüter, was aber in die Hosen ging, denn Lukas Thurnherr sicherte mit dem 6:3 ins leere Tor den Sieg definitiv. Mann des Abends war aber Mica Moosmann: Er erzielte ein Tor, gab vier Assists und wurde zu Recht als Best Player der Luchse ausgezeichnet. Damit steht die Serie 1:0, am Donnerstag geht sie in Bellinzona weiter. Das nächste Heimspiel ist am Samstag um 17.30 Uhr in Widnau.
1. Liga Ost, Playoff-Viertelfinal, Spiel 1
Rheintal – Bellinzona 6:3 (1:0, 2:2, 3:1)
KEB Aegeten – 423 Zuschauer – SR: Häusler; Dittli, Vogt.
Tore: 13. Waidacher (Moosmann, Bodemann) 1:0, 21. Demuth (Guidotti) 1:1, 23. Moosmann (Good) 2:1, 33. Vezzoli (Consoli) 2:2, 39. Hagen (Moosmann, Bodemann) 3:2, 43. Stutz (Good) 4:2, 56. Guidotti (Nonella, Juri) 4:3, 58. Bodemann (Bartholet, Moosmann) 5:3, 59. Thurnherr (Moosmann) 6:3.
Strafen: Je 4x2 Minuten.
Rheintal: Metzler (Sauter); Binder, Wiederkehr, Pfennich, Good, Stutz; Thurnherr, Hagen, Waidacher, Bodemann, Moosmann; Manser, Egger, Wiedner, Bartholet, Monnat; Bernard, Baur, Zerlauth.
Stand in der Serie: 1:0.
Playoff-Auftakt nach Mass: SC Rheintal besiegt Bellinzona 6:3