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Politikwissenschaftler über aktuelle Lage: «Europa war lange im Windschatten der Weltpolitik»

Kriege, geopolitische Spannungen und gesellschaftliche Polarisierung prägen die Schlagzeilen. Für den emeritierten HSG-Professor Christoph Frei sind dies jedoch keine isolierten Krisen, sondern Ausdruck eines tiefgreifenden Wandels der internationalen Ordnung. Im Interview spricht der Politikwissenschaftler über den Machtverlust des Westens, die Rolle Donald Trumps, die Zukunft Europas und die Frage, welche Bedeutung der Schweiz in einer zunehmend fragmentierten Welt zukommt.

Von Marcel Baumgartner
aktualisiert vor 1 Stunde

Viele Menschen haben derzeit das Gefühl, die Welt gerate zunehmend aus den Fugen. Teilen Sie diesen Eindruck?

Christoph Frei: Ja doch, durchaus. Über Jahrzehnte hinweg hatten wir eine relativ stabile internationale Ordnung, die jetzt grad für Europa gut erkennbar wegbricht. Die offensichtlichste Bruchstelle betrifft dabei das Verhalten der Vereinigten Staaten, die gewissermassen vor unseren Augen von einem hegemonialen in einen ...

«Der Rheintaler» und rheintaler.ch 

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