Nach einer Stunde, drei Minuten und elf Sekunden durchlief mit Mathias Nüesch der beste Rheintaler das Rhyathlon-Ziel. Nur ein Teilnehmer war noch schneller als der Sieger der AK 35-44: Florin Parfuss. Der 24-jährige Profi aus St. Gallen brauchte rund anderthalb Minuten weniger für die Strecken als Nüesch.
«Da sieht man, wie nahe die Amateure den Profis kommen können», sagte Speaker Daniel Heeb, der das grosse Publikum auf der Balgacher Sportanlage Riet mit aktuellen Informationen über das Rennen sowie spannenden Hintergrundinfos unterhielt. Dass Nüesch Parfuss ziemlich nahe kam, fiel auch Daniel Steiner auf. Der OK-Präsident sagte: «Daran erkennt man, dass auch im Amateur-Triathlon die Leistungsdichte sehr hoch ist.»
Die Altersklasse 35 bis 44 war ohnehin so was wie die Königsklasse – sechs der besten acht Athleten der Gesamtwertung fielen in diese Kategorie. Darunter auch Daniel Steiner, der das Rennen als Sechster seiner AK sowie als Gesamtachter abschloss.
Die Menschen früh für den Triathlonsport begeistern
Dies mag auch daran liegen, dass viele Athletinnen und Athleten relativ spät mit Triathlon beginnen. Oft kommen sie aus der Leichtathletik oder dem Schwimmen. «Ich sehe aber, wie in letzter Zeit viele sehr jung in diesen Sport einsteigen. Triathlon ist voll im Trend», so Steiner.
Um die Kinder früh für den Sport zu begeistern, gibt es am Rhyathlon eigene Kategorien. Der Kids-Triathlon findet ebenso viel Anklang wie die Erwachsenenkategorien. Das Balgacher Hallenbad ist dabei jeweils proppenvoll. «Manchmal sind die Eltern fast nervöser als die Kinder», sagt Steiner lachend.
Der Fokus des Rhyathlons liegt auf dem Breitensport. Dass Profis wie Florin Parfuss oder der Balgacher Michael Ziegler starten, freut den Präsidenten – «es ist eine schöne Wertschätzung für uns», sagt er. Doch in erster Linie gehe es darum, der Region einen Sportanlass für alle anzubieten. Dies zeigt sich dann auch in den Startlisten, auf denen alle Dörfer der Region vertreten sind – und sehr viele aus Vorarlberg und darüber hinaus.
Rheintaler Siege in fünf verschiedenen Kategorien
Rheintaler Siege gab es in fünf Kategorien. Neben Mathias Nüesch glänzte auch der Diepoldsauer Michael Hautle, der die AK 45-55 in der starken Zeit 1:08:32 für sich entschied. Bei den Juniorinnen und Junioren 18-19 gewannen die Balgacherin Annik Schwerzmann und der Diepoldsauer Lian Kuster. Und Gianna Bichsel heimste bei den Schülerinnen 10-13 den Sieg ein.
Das Podest erreichten Daria Grob (Lüchingen, AK 20-34, 2.), Susan Meile (Kriessern, AK55+, 2.), die Balgacherin Irene Engler (AK55+, 3.), der Balgacher Matthias Frank (AK 35-44), Maria Elena Guerrero Mata (Altenrhein, AK 35-44, 3.), Mateo Schmid (Rheineck, Jun. 18-19, 2.), Tomas Cermak (Widnau, Jun. 18-19, 3.), Eleni Kuster (Juniorinnen 18-19, 2.) und Leandro Baumgartner (Altstätten, Jugend 14-17).
Florin Parfuss' Fokus lag auf der Rennradstrecke
Er habe wohl nicht jedes «Körnli veschosse», mutmasste Speaker Heeb, als Florin Parfuss als Erster durch das Ziel lief. Diese Annahme bestätigte der Profi. Er sagte: «Mir war vor allem wichtig, auf dem Velo eine gute Leistung zu bringen und voll zu drücken.» Weiter ging es ihm auch darum, zu erfahren, wie gut er «auf mega müde Beine loslaufen kann». Parfuss hat zuletzt viele Wettkämpfe besucht und ein Trainingslager absolviert. Es habe nicht ganz alles so funktioniert, wie er sich dies gewünscht hatte; auch, weil er zwischendurch krank war. Der Start in Kriessern und Balgach verleiht ihm im Hinblick auf die nächsten Rennen Sicherheit.
Ins Rheintal gekommen ist er gern: «Ich war jetzt zwei Jahre nicht am Rhyathlon und finde es extrem, wie professionell alles geworden ist.» Der Triathlon war auch 2026 ein Fest, das mit starken Leistungen, einem Teilnehmerrekord und viel Publikum aufwartete. Ein Fest, das nicht aus dem Kalender wegzudenken ist. «Wir waren gestern Abend nach dem Rennen sehr zufrieden. Und zuvor waren wir überwältigt von der grossen Anzahl Anmeldungen», so Steiner. Sein Debüt als Rhyathlon-Chef darf als Erfolg verbucht werden.
32. Rhyathlon
Schüler 10-13 weiblich: 1. Gianna Bichsel (Berneck) 20:24,8min, 2. Louisa Auer (Bregenz) 22:15,8, 3. Sophie Auer (Bregenz) 22:30,6.
Schüler 10-13 männlich: 1. Malik Martinek (Hohenems) 18:50,5min, 2. Leon Brunhumer (Wolfurt) 21:52,0, 3. Glen Müller (St.Gallen) 21:53, 3.
Jugend 14-17 w.: 1. Luisa Marxgut (Hittisau) 22:09,5, 2. Johanna Christmann (Dornbirn) 24:09,0, 3. Mila Hämmerle (Schwarzach) 25:58,4.
Jugend 14-17 m.: 1. Keanu Münsch (Nenzing) 24:29,6min, 2. Aritz Ballesteros (St.Gallen) 29:29,0, 3. Leandro Baumgartner (Altstätten) 36:04,7.
Juniorinnen 18-19: 1. Annik Schwerzmann (Balgach) 01:24:06,7h, 2. Eleni Kuster (Diepoldsau) 01:37:30,8.
Junioren 18-19: 1. Lian Kuster (Diepoldsau) 01:18:27,9h, 2. Mateo Schmid (Rheineck) 01:26:20,8, 3. Tomas Cermak (Widnau) 01:43:40,1.
AK 20-34 w.: 1. Leann Rechsteiner (Wittenbach) 01:11:03,4h, 2. Daria Grob (Lüchingen) 01:12:20,7, 3. Ladina Eugster (Ruggell) 01:17:19,0.
AK 20-34 m.: 1. Florin Parfuss (St.Gallen) 01:01:38,3h, 2. Carlo Hartmann (Chur) 01:03:51,8, 3. Florian Walker (Balzers) 01:13:33,0.
AK 35-44 w.: 1. Jolanda Bucher (Zuchwil) 01:14:09,5h, 2. Dominique Weder (Appenzell) 01:18:13,6, 3. Maria Elena Guerrero Mata (Altenrhein) 01:22:11,8.
AK 35-44 m.: 1. Mathias Nüesch (Widnau) 01:03:11,2h, 2. Luca Pedrelli (Landquart) 01:03:58,9, 3. Matthias Frank (Landquart) 01:05:20,7.
AK 45-54 w.: 1. Carmen Ilgner (Flims) 01:24:33,5h, 2. Corina Kast (Gais) 01:27:00,7, 3. Christa Vollmer (Rapperswil-Jona) 01:27:53,1.
AK 45-54 m.: 1. Michael Hautle (Diepoldsau) 01:08:32,4h, 2. Oliver Strim (Neukirch) 01:10:07,2, 3. Markus Walt (Oberriet) 01:10:10,2.
AK 55p w.: 1. Anita Vincenz (Werdenberg) 01:21:10,8h, 2. Susan Meile (Kriessern) 01:26:45,4, 3. Irene Engler (Balgach) 01:32:06,3.
AK 55p m.: 1. Alfi Caprez (Bubikon) 01:14:41,0h, 2. Christoph Schär (Gossau) 01:21:32,6, 3. Marc Harm (Mauren) 01:22:08,8.
Stafette klein: 1. Speedbikerz 23:05,2min, 2. Roadrunners 23:44,8, 3. Fruchtsalot 24:34,3.
Stafette gross: 1. Die drei !!! 01:02:23,0h, 2. Zieglers 01:04:05,6, 3. Nurian United 01:05:50,5.
Firmenstafette: 1. SFS-Speedsters 01:06:11,9h, 2. No VAT no Glory 01:08:03,8, 3. HOT for SCHOTT 01:08:44,2.
Die kompletten Ranglisten gibt's auf rhyathlon.ch.
Profi Parfuss besiegt die Rheintaler Elite – aber durchaus knapp