Hauptversammlung vor 8 Stunden

Rückblick und Vorfreude auf neues Projekt mit Dvořáks «Stabat Mater»

Der Rheintaler Bach-Chor blickte im Kulturraum der Kirche Jung Rhy in Altstätten auf ein zehnjähriges Bestehen zurück. Im Mittelpunkt stand unter anderem das nächste grosse Chorprojekt für 2027.

Von pd
aktualisiert vor 5 Stunden

Mit zwei Konzerten der Matthäus-Passion feierte der Rheintaler Bach-Chor sein zehnjähriges Bestehen. An der Hauptversammlung liess der Verein das Erlebte mit einem Rückblick und anschliessender Afterparty im Kulturraum Kirche Jung Rhy in Altstätten noch einmal Revue passieren. 

Die statutarischen Geschäfte waren rasch erledigt; für erfolgreiche Aktivitäten, ausgeglichene Finanzen und hohe personelle Stabilität wurde dankbar applaudiert. Grosse Freude herrschte, als zehn bisherige Projektsingende sich als neue Vereinsmitglieder aufnehmen liessen; damit hat der Verein neu 65 Mitglieder. Weitere Personen stehen auf der Liste der interessierten Projektsingenden.

Noch etwas Geduld braucht es, auf die professionelle Aufnahme des Altstätter Konzertes durch Oren Kirschenbaum zu warten: Das Video von etwa 50 Dauer mit den Highlights der Matthäus-Passion wird erst ab September auf YouTube zu sehen sein. 

Proben für neues Projekt beginnen im August

Die Uraufführung eines zehnminütigen Video-Trailers war einer der Höhepunkte des Abends. Den Kontrast zur Bach’schen Musik bildete die groovige Livemusik der Jazzformation von Simon Frei, dem jungen Organisten der Seelsorgeeinheit Altstätten, der mit zwei Mitstudenten der Jazzakademie Luzern mühelos auch eingefleischte Bach-Fans mitzureissen verstand. 

Die Versammlung schloss mit der Einladung von Chorleiter Alexander Seidel zum neuen Projekt 2027, dem Stabat Mater von Antonín Dvořák. Die Einladung richtet sich wie immer an alle engagierten Sängerinnen und Sänger der Region Alpenrhein – Bodensee (CH, A, D, FL). Start der Proben ist am 22. August 2026. Alle Informationen und Anmeldemöglichkeiten sind auf der Webseite www.rheintalerbachchor.ch zu finden. Dvořáks Stabat Mater ist eines seiner persönlichsten und ergreifendsten Werke. Innerhalb kurzer Zeit verlor Dvořák drei seiner Kinder.

Die Vertonung des mittelalterlichen lateinischen Gedichts über den Schmerz Marias unter dem Kreuz wurde für ihn zu einem Werk der Trauerbewältigung und zugleich des Trostes. Dvořák wählte eine innige, lyrische Tonsprache. Schmerz und Klage stehen am Anfang im Vordergrund, doch im Verlauf wandelt sich die Musik zunehmend zu Hoffnung und Zuversicht, ein Werk mit warmer, menschlicher Tiefe. 

Dieses Werk wird am 14. März 2027 in der katholischen Kirche Altstätten zu hören sein, der Chor freut sich auf eine neue, inspirierende Probenzeit.