Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi wird mit einer Ausnahme innerhalb der bestehenden Dämme umgesetzt. Bei Koblach ist geplant, dass der Damm auf einer Länge von rund zwei Kilometern ins Hinterland versetzt wird. Um dies umzusetzen, wäre ein Flächentausch nötig. Für das heute landwirtschaftlich genutzte Land, das im Zuge der Dammversetzung zu Flussraum wird, sollte die Vorarlberger Gemeinde 1:1 entschädigt werden.
Wie das «St.Galler Tagblatt» berichtete, wurde dieser Flächentausch von der Gemeindevertretung Koblach abgelehnt. Zwar stimmten je zwölf Mitglieder für und gegen den Tausch, formal führte dies jedoch zu einer Ablehnung.
Wie es weitergeht, ist zurzeit noch nicht klar. Völlig unerwartet kommt der Entscheid aus Koblach für die Internationale Rheinregulierung, die das Projekt Rhesi verantwortet, aber nicht. Geschäftsführer Markus Mähr sagt: «Wir haben uns auf die Möglichkeit eines negativen Entscheides der Gemeindevertretung vorbereitet. Als nächster Schritt wird das Führungsorgan der Internationalen Rheinregulierung, der Bilaterale Ausschuss, in einer Sitzung im März entscheiden, wie – ohne einen Flächentausch in Koblach – weiter vorgegangen wird.»
Einen Marschhalt für das gesamte Rhesi-Projekt bedeutet der Entscheid der Gemeinde Koblach derweil nicht. Aufgrund der Dringlichkeit halte die Internationale Rheinregulierung am Zeitplan fest, heisst es in einer Mitteilung. Im Frühjahr 2026 sollen die Unterlagen den Behörden in der Schweiz und Österreich zur Bewilligung eingereicht werden.
Rückschlag für Hochwasserschutzprojekt Rhesi: Koblach lehnt Landtausch ab