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Fussball vor 1 Stunde

Rüthi bezwingt den Tabellenzweiten Vaduz II mit einer starken Mannschaftsleistung 4:1

Der FC Rüthi verabschiedet sich mit einer Galavorstellung in die Winterpause. «Wenn man sieht, auf welch hohem Niveau die Liechtensteiner spielen, war das eine richtig tolle Leistung von uns», sagte Rüthis Trainer Granit Bojaxhi nach dem Spiel.

Von Hansueli Steiger
aktualisiert vor 1 Stunde

Der Rüthner Trainer sagte: «Die ersten 30 Minuten haben die Gäste ein grosses Tempo vorgelegt. Städlerelen einen richtig schönen Fussball». Die Liechtensteiner liessen den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und hatten mehr Spielanteile. Doch Rüthi hielt mit einem unbändigen Kampfwillen dagegen. «Das ist das, was Rüthi auszeichnet», sagte der zweifache Torschütze Flamur Bojaxhi nach dem Schlusspfiff. 

Mit zwei Toren Vorsprung in die Pause

Der FCR musste ohne den gelbgesperrten Argurian Bojaxhi auskommen. Es dauerte keine drei Minuten, ehe die Vaduzer zum ersten Mal gefährlich vor das Tor der Gastgeber kamen. Der Schlenzer von Sadettin Dervis Erkan ging nur knapp am Gehäuse vorbei. Die erste gute Möglichkeit für die Einheimischen hatte Captain Sven Städler in der 14. Minute als ein Kopfball nur knapp darüber ging. Keine Minute später brachte er die Blau-Weissen in Führung – es war bereits sein elftes Saisontor.

Vaduz machte weiter Druck, blieb aber immer wieder in der Rüthner Abwehr hängen. Wenn die Gastgeber nach vorne stürmten, wurde es gefährlich: So auch in der 31. Minute, als Robin Sonderegger seinen Sturmpartner Bojaxhi einsetzte. Der Schuss wurde von Vaduz-Goalie Silvan Schädler gerade noch abgewehrt. Drei Minuten später passte Gabriel Lüchinger von links in die Mitte, wo Bojaxhi goldrichtig stand und das 2:0 erzielte. Die Führung zur Pause hätte noch höher sein können: Lüchinger scheiterte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit mit einem Kopfball nur ganz knapp. 

Endgültige Siegessicherung in der 83. Minute

Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam frisches Personal auf den Platz: Kevin Streule kam auf der Rüthner Seite für den angeschlagenen Lüchinger, während Vaduz gleich einen Dreifachwechsel vornahm und damit frischen Wind in die Offensive bringen wollte. Armin Sehic zwang Joel Eugster im Rüthi-Tor in Minute 53 zu einer Parade. Dann probierte es Dervis Erkan nochmal, aber auch diesen Schuss hielt Eugster sicher. Rüthi verteidigte auch in dieser Phase mit grossem Einsatz und setzte gegen vorne immer wieder Nadelstiche: Beispielsweise Bastian Geisser, der in der 69. Minute Schädler prüfte. Kurz danach wurde ein Tor von Bojaxhi wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben. 

In der 72. Minute griffen die Vaduzer über rechts an, Dervis Erkan passte in die Mitte, wo der Ball unglücklich von einem Rüthner abgelenkt wurde – es hiess nur noch 2:1 und es wurde nochmals spannend. Würden die Gäste das Ding noch drehen können?  Der grossgewachsene Verteidiger Alessio Hasler versuchte es mit einem Kopfball, der aber knapp über das Tor ging. Dann jubelte Rüthi wieder: Robin Sonderegger vollendete einen Pass von Bojaxhi sehenswert zum 3:1. Und sieben Minuten später war das Spiel endgültig entschieden: Bojaxhi erzielte seinen zweiten Treffer. 

Rüthis Tobias Geisser sagte: «Vaduz hatte mehr Ballbesitz, aber wir haben so gut zugestellt, dass es für sie schwierig war, überhaupt durchzukommen.» Der Aufsteiger hat gegen die Gäste, die mit einem Sieg mindestens für eine Nacht die Tabellenführung übernommen hätten, mit einer kämpferisch formidablen Vorstellung und einer phantastischen Mannschaftsleistung die drei Punkte mehr als verdient. 

Rüthi – Vaduz II 4:1 (2:0) 
Rheinblick, 175 Zuschauer – SR: Geser. SRA: Tomasi, Mihajlevic. 
Tore: 15. Städler 1:0, 34. F. Bojaxhi 2:0, 72. Eigentor 2:1, 77. Sonderegger 3:1, 83. Bojaxhi 4:1. 
Rüthi: J. Eugster; T. Geisser (93. Hanimann), Navarro, Zäch, Chiavaro; B. Geisser, Sbocci, Städler (92. Staub); Lüchinger (46. Streule); Sondereggger (81. Loher); F. Bojaxhi (90. Heeb). 
Vaduz II: Schädler; Wolf, Baralija, Neumann; Inhelder (46. Schiess); Dervis Erkan, Hasler, Sestito (46. Gajic), Röck (46. Algner); Collodoro (82. Marxer), Sehic (68. Celentano). 
Gelbe Karten: 74. Celentano, 80. Bojaxhi, 80. Wolf, 86. Städler.


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