Rund 330 Athletinnen und Athleten der Kategorien K1 bis K4 freuen sich auf ihren ersten Wettkampf der Saison. Einige Turnerinnen der Geräteriegen von Staad bis Gams müssen früh aufstehen. Den Auftakt machen bereits um 7.30 Uhr die Mädchen der Kategorie 3. Um 11 Uhr folgen die Jüngsten der Kategorie 1, und um 13.10 Uhr tritt Kategorie 2 an die Geräte.
Wettkampf ohne Resultatdruck
Vor den Augen der Wertungsrichter und -richterinnen präsentieren die Teilnehmenden ihre Übungen an den Geräten Boden, Ring, Sprung und Reck. Die Buben turnen zusätzlich am Barren. In vielen intensiven Trainingsstunden wurden Technik, Kraft und Beweglichkeit geschult und die Übungsabfolge einstudiert. Nun können die jungen Turnerinnen und Turner vor Publikum zeigen, was sie gelernt haben.
Genau das macht den Scholla-Cup besonders: Wettkampferfahrungen werden unter möglichst wenig Druck gesammelt, mit Betonung auf Motivation statt Ergebnis. Wegen der hohen Teilnehmerzahl starten die Turnerinnen und Turner gleichzeitig auf einer parallel aufgebauten Anlage. Für die ganz Kleinen gibt es ausserdem die Kategorie Träumli – noch vor K1 –, wo das Gelernte erstmals gezeigt werden kann. Die Übungen in der richtigen Reihenfolge und ohne ein Element zu vergessen zu präsentieren, erfordert volle Konzentration.
Den Abschluss des Tages bildet ab 16.10 Uhr die Kategorie 4. Für die älteren Turnerinnen und Turner ist der Scholla-Cup oft der wettkampfmässige Einstieg ins neue Jahr. Im K3 und K4 sind die Anforderungen deutlich höher: Die Bewegungsabfolgen sind komplizierter, Kraft und Technik noch wichtiger. Der erste Wettkampf der Saison ist deshalb eine ausgezeichnete Standortbestimmung – auch für die Trainerinnen. Was sitzt schon gut, woran muss individuell noch gefeilt werden? Sind die Elemente sauber geturnt, die Bewegungsabläufe flüssig, die Körperhaltung gespannt?
Die Begeisterung, die Freude und der Ehrgeiz der jungen Athletinnen und Athleten machen die tolle Atmosphäre des Scholla-Cups aus. Im Vordergrund steht nicht nur die Leistung, sondern auch der Spass und das Mitmachen. Um den Wettkampfdruck gering zu halten, wird die Rangliste vereinsintern erstellt. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält eine Medaille – als Ansporn für die Zukunft und als Belohnung für die geleisteten Trainingsstunden.
Der STV Kriessern verwöhnt die Besucherinnen und Besucher mit Leckereien aus der Festwirtschaft und Getränken. Wer eine süsse Pause einlegen möchte, findet ausserdem ein Kaffee- und Kuchenbuffet.
Rund 330 junge Turnerinnen und Turner starten in Kriessern in die neue Wettkampfsaison