Im ganzen Kanton wurden trotz des Verbots Feuer im Freien und im Wald entfacht. Zudem kamen Holzkohlegrills und Feuerschalen zum Einsatz, wie die Kantonspolizei St.Gallen mitteilt. Fehlbare Personen wurden ermahnt oder angezeigt.
In Niederwil geriet ein Feuer im Wald ausser Kontrolle. Die Feuerwehr musste ein weiteres Übergreifen der Flammen verhindern. Die 47-jährige Verursacherin wurde angezeigt.
Auch in Schmerikon, Kirchberg und Uznach rückten Feuerwehren aus. In Schmerikon führte ein zuvor entfachtes und nicht vollständig gelöschtes Feuer zu einem Flurbrand.
Geschnittenes Gras entzündet
In Kirchberg entzündete ein Mann geschnittenes Gras. Dabei geriet auch der Boden in Brand. Der Mann wurde ebenfalls angezeigt.
In Uznach brannte aus noch unbekannten Gründen ein Baumstrunk. Die bisherigen Brände gingen laut Polizei glimpflich aus.
Feuerverbot bleibt bestehen
Trotz der Niederschläge sind Wälder und Böden weiterhin trocken. Bereits ein kleiner Funke kann einen Flur- oder Waldbrand auslösen.
Das absolute Feuerverbot gilt deshalb weiterhin im ganzen Kanton St.Gallen. Verboten sind Feuer im Freien, auch im eigenen Garten. Bei Verstössen drohen Bussen und eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.
Trotz Gewitter: Der Boden hat noch immer Durst
Nach längeren Trockenphasen können Böden «hydrophob», also wasserabweisend, werden. Fällt dann innert kurzer Zeit viel Regen, versickert nur ein Teil des Wassers. Der Rest fliesst oberflächlich ab.
Um die Trockenheit nachhaltig zu lindern, braucht es vor allem regelmässigen Regen, der möglichst grossflächig fällt. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch, wie schnell das Wasser fällt: Erst langsamer und länger anhaltender Regen kann die tieferen Bodenschichten wieder genügend anfeuchten. Eine solche Wetterlage ist vorerst nicht in Sicht.
Quelle: SRF Meteo
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