Eishockey • vor 8 Stunden

SC Rheintal tritt im Prättigau personell gebeutelt an

Am Dienstag, 20 Uhr, ist der SC Rheintal beim HC Prättigau-Herrschaft zu Gast. In Grüsch treten die Rheintaler mit erheblichen Verletzungssorgen an.

Von smr
aktualisiert vor 8 Stunden

Die SCR-Familie durchlebt schwierige Zeiten und leidet mit den vielen Verletzten mit.  Marcel Zitz verletzte sich in Dielsdorf beim Einlaufen erneut am Meniskus und musste zum dritten Mal operiert werden. Darum hat er beschlossen, auf die Signale des Körpers zu hören und seine Karriere zu beenden. Dies ist umso bedauerlicher, weil er nach zwei Jahren Verletzungspause erst wieder zurückgekehrt war.

Als nächste Hiobsbotschaft wurde die schwere Muskelverletzung von Jordan Pfennich aus dem Burgdorf-Spiel gemeldet – auch er fällt länger aus. Mit weiteren verletzten oder angeschlagenen Akteuren wird das Kader immer kleiner. Darauf angesprochen, sagt Sportchef Fabian von Allmen: «Die Situation ist schwierig, doch es besteht kein Grund zur Panik. Die Saison ist noch lange, es stehen noch viele Spiele an, und unsere Ziele sind immer noch realisierbar.» Es gelte, diese Zeit nun gemeinsam zu überstehen.

Nun kommt es in Grüsch zum Duell mit den Steinböcken aus der Herrschaft. Im Vorfeld hätte wohl niemand gedacht, dass es ein Duell der Kellerkinder wird. Der amtierende Ostschweizer Meister aus dem Prättigau war mit hohen Erwartungen, aber einem schwierigen Programm gestartet und hat in fünf Spielen nur zwei Punkte geholt. Diese gab es dank einem Sieg nach Verlängerung gegen den EC Wil. Gegen Wallisellen, zweimal Küssnacht am Rigi und Bellinzona gab es Niederlagen.

Beide Teams müssen punkten. Vor einem Jahr war Trainer René Stüssi in einer ähnlichen Lage, und trotz Personalmangels gelang den aufopferungsvoll kämpfenden Rheintalern in Grüsch ein toller 5:1-Sieg. Man darf gespannt sein, wer für die Luchse auflaufen wird. Ob die Nachwuchsspieler eine Rolle spielen, ist offen, denn der SCR möchte seine Talente fördern und behutsam an das Erwachsenenhockey heranführen.  Zudem gibt es im Oktober noch drei weitere Chancen; schon am Samstag kommen die Argovia Stars in die Aegeten.