Mit einer konsequenteren Spielweise und einer besseren Chancenauswertung wären beim Leader Punkte drin gewesen. Die Luchse haderten überdies mit der Spielführung der Unparteiischen, die sie als einseitig wahrnahmen. So resultierte im ersten Spiel des Jahres eine Niederlage, und weil Prättigau-Herrschaft gewonnen hat, ist der SCR auf den dritten Platz abgerutscht. Die Entscheidung über die Platzierung in der Masterrunde fällt wohl am nächsten Samstag in Küssnacht am Rigi.
Zu Beginn wurde mit einer eindrücklichen Schweigeminute der Opfer des Brandes im Wallis gedacht. Das Spiel entwickelte sich dann langsam und wurde erst mit Sandro Bartholets 1:0 für den SCR lanciert. Die Freude war nur von kurzer Dauer: 18 Sekunden später glich Wils Oettli fast unbedrängt aus. Die erste Strafe brachte dann die Wiler Führung, das Powerplay des ECW funktionierte einmal mehr lehrbuchmässig. Mit einem Doppelschlag zum 3:1 und 4:1 zeigten die Wiler Puck-Künstler ihr Können – und für den SC Rheintal zeichnete sich ein Debakel ab.
René Stüssi beorderte sein Team deshalb zum Time-out, das sogleich Wirkung zeigte. Mica Moosmann verkürzte auf 4:2. Kurz darauf lag die Scheibe wieder im Wiler Tor, doch die Schiedsrichter annullierten den Treffer auf Drängen der Wiler wegen einer angeblichen Kickbewegung. Mit einer sauberen Abwehrleistung überstanden die Luchse dann vier Minuten in Unterzahl schadlos. Und kurz vor der zweiten Pause stellte Florin Stutz im Überzahlspiel mit dem 3:4 den Anschluss wieder her. Die Hoffnung auf Punkte war beim SCR-Anhang zurück.
Zu Beginn des Schlussdrittels kamen Emotionen auf und das überharte Einsteigen liess die Fäuste sprechen. Es dauerte sehr lange bis zur Verkündung des Urteils. Dieses lautete: fünf Minuten für Beinstellen gegen den Rheintaler Gregor Pilgram und fünf Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe gegen den Wiler Filip Sluka für seinen Cross-Check. Die Keilerei brachte dann nur dem SCR eine Zwei-Minuten-Strafe, womit er der Bestrafte war. Und während Sluka bereits duschte, sass kein Wiler seine fünf Minuten ab. Das 5:3 durch den einzigen Wiler im Team der Bären, Lars Kellenberger, hielt den SCR nicht davon ab, bis zum Schluss weiter zu kämpfen. Doch alle Versuche waren vergeblich und auch ohne Ramon Metzler, der sein Team mit tollen Paraden lange im Spiel gehalten hatte, wollte nichts mehr gelingen. Damit endete das hochstehende Derby mit dem Sieg der glücklicheren Fürstenländer.
Weiter geht’s am Samstag in Küssnacht am Rigi. Der SC Rheintal offeriert allen Fans eine kostenlose Carfahrt in die Innerschweiz, um die Luchse lautstark zu unterstützen. Anmeldungen nimmt René Müller unter Telefon 079 293 74 04 entgegen.
1. Liga Ost
Wil – Rheintal 5:3 (2:1, 2:2, 1:0)
Bergholz – 246 Zuschauer – SR: Häusler; Müller, Remund.
Tore: 5. Bartholet (Wiedner, Stoop) 0:1, 5. Oettli (Meier) 1:1, 10. Schnetzer (Moser, Epprecht) 2:1, 25. Schneider (Moser, Kellenberger) 3:1, 26. Sluka (Meier, Oettli) 4:1, 27. Moosmann (Bodemann) 4:2, 37. Stutz (Binder, Wiederkehr) 4:3, 47. Kellenberger (Fritz, Sigg) 5:3.
Strafen: Wil 4×2, 1×5+1×20, Rheintal 4×2+1×5 Minuten.
Rheintal: Metzler (Sauter); Binder, Wiederkehr, Pfennich, Good, Stutz; Hagen, Pilgram, Waidacher, Bodemann, Moosmann; Manser, Egger, Wiedner, Bartholet, Stoop; Baur, Zerlauth.
Weitere Ergebnisse: Luzern – Reinach 4:7, Prättigau – Wallisellen 5:4, Bellinzona – Küssnacht 8:2.
Rangliste: 1. Wil 18/47, 2. Prättigau-H. 18/35, 3. Rheintal 18/32, 4. Bellinzona 18/31, 5. Reinach 18/29, 6. Burgdorf 17/28, 7. Argovia 16/26, 8. Wallisellen 18/24, 9. Herisau 18/23, 10. Küssnacht 18/12, 11. Luzern 17/4.
SC Rheintal unterliegt zum Jahresauftakt dem Leader in Wil knapp