Eishockey 13.02.2026

SC Rheintal verliert das zweite Spiel im Playoff in Bellinzona

Der Schlittschuhclub Rheintal muss nochmal unter der Woche ins Tessin reisen: Er verlor bei GDT Bellinzona 1:2, womit die Viertelfinalserie nun ausgeglichen ist. Weiter geht’s am Samstag in Widnau.

Von Sepp Schmitter
aktualisiert am 13.02.2026

Den Tessinern ist es am Donnerstagabend gelungen, die verdiente Führung des SCR in der Playoff-Viertelfinalserie postwendend zu egalisieren. Die Entscheidung führten die Tessiner dank einem glücklich abgelenkten Schuss in der 49. Minute herbei. Bei den Rheintalern war die Chancenauswertung ungenügend, dafür funktionierte das Boxplay gut, denn die Tessiner konnten keine einzige der zu vielen Strafen ausnutzen. Damit steht diese Serie 1:1.

Und auch die anderen Spitzenteams mussten am Donnerstag Federn lassen. Das die ganze Regular Season lang so überlegene Wil verlor in Wallisellen mit 4:5 und Prättigau-Herrschaft in Aarau nach Penaltyschiessen ebenso 4:5. Nur Burgdorf bewahrte seine weisse Weste und gewann gegen Hockey Reinach mit 4:0. Weiter geht es am Samstag um 17.30 Uhr mit dem dritten Spiel in Widnau. Und ein viertes Spiel am Dienstag in Bellinzona steht ebenfalls fest.

Offener Schlagabtausch mit wenigen Treffern

Während die Rheintaler mit der gleichen Crew wie am Dienstag aufliefen, warteten die Tessiner mit sechs Änderungen im Kader auf. Sie verzichteten auf zwei Junioren und präsentierten dafür vier namhafte Verstärkungen mit Erfahrung aus der Swiss League. Das Spiel war so wesentlich ausgeglichener als am Dienstag und es entwickelte sich eine sehr schnelle, attraktive Playoff-Partie. Besonders das Stardrittel vermochte die wenigen Zuschauer zu begeistern. Die Luchse bestanden in diesem eine erste Bewährungsprobe, mussten sie doch mehr als eine Minute in doppelter Unterzahl agieren. Trotz des guten Spiels blieben die ersten 20 Minuten torlos.

Yanick Bodemann war es dann, der in der 26. Minute einen Bilderbuchpass von Mica Moosmann zum 1:0 verwertete. Die Rheintaler Freude war gross, aber nur von kurzer Dauer. Kyle Demuth, schon am Dienstag Best Player, glich schon eine Minute später zum 1:1 aus. Das Spiel bot nun einen offenen Schlagabtausch, weitere Tore fielen bis zur zweiten Pause aber nicht.

Zu viele Strafen verhindern eine Aufholjagd

Im Bewusstsein, dass das nächste Tor eine Vorentscheidung bedeuten könnte, spielten die Teams dann etwas vorsichtiger. In der 49. Minute lenkte Lian Consoli dann einen Schuss unhaltbar für Ramon Metzler zum 2:1 ins Tor ab. Die nun fällige Aufholjagd wurde aber dreimal durch einseitig verteilte Strafen unterbrochen. So mussten die aufopferungsvoll kämpfenden Luchse dem glücklicheren Gegner den Sieg überlassen.

Damit beginnt die Serie am Samstag in Widnau wieder von vorn. Wer nun zuerst zwei Spiele gewinnen kann, steigt in die nächste Runde auf. Der Gegner wäre noch nicht klar, denn der Spieltag vom Donnerstag hat gezeigt, dass im Playoff alles möglich ist. Die Rheintaler zählen auf eine volle Hütte und lautstarke Unterstützung, denn abgerechnet wird am Schluss.

1. Liga Ost, Playoff-Viertelfinal, Spiel 2
Bellinzona – Rheintal 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)
Centro Sportivo – 61 Zuschauer – SR: Rüegg, Cali, Orlandini.
Tore: 26. Bodemann (Moosmann) 0:1, 28. Demuth (Guidotti, Fratessa) 1:1, 49. Consoli (De Bernardi, Neuenschwander) 2:1.
Strafen: Bellinzona 1x2, Rheintal 6x2 Minuten.
Rheintal: Metzler (Sauter); Binder, Wiederkehr, Pfennich, Good, Stutz; Thurnherr, Hagen, Waidacher, Bodemann, Moosmann; Manser, Egger, Wiedner, Bartholet, Monnat; Bernard, Baur, Zerlauth.
Stand in der Serie: 1:1.
Weitere Ergebnisse: Wallisellen – Wil 5:4 (1:1), Argovia – Prättigau-H. (läuft noch), Reinach – Burgdorf 0:4 (0:2)