Diepoldsau vor 4 Stunden

Schulhausumbau wird über zwei Millionen Franken teurer als geplant

Die Sanierung des denkmalgeschützten Schulhauses Mitteldorf gestaltet sich anspruchsvoll. Vertiefte Untersuchungen im Rahmen der Rückbauten machten Anpassungen am Projekt nötig. Diese führen zu zusätzlichen Aufwänden, die der Gemeinderat als Nachtragskredit beschlossen hat.

Von gk/red
aktualisiert vor 2 Stunden

Im Zusammenhang mit der Zentrumsentwicklung wird das bestehende Schulhaus Mitteldorf im Inneren totalsaniert. Die Sanierungsarbeiten am denkmalgeschützten Gebäude, das im Jahr 1912 erbaut wurde, erweisen sich als herausfordernd, wie die Gemeinde Diepoldsau in einer Medienmitteilung schreibt. Untersuchungsergebnisse hatten zur Folge, dass das Umbauprojekt überarbeitet werden musste. Anpassungen gab es in den Bereichen Denkmalschutz, Sicherheit, Brandschutz, Bauphysik und Funktionalität.

Auch das Dach muss saniert werden

Dies führt zu Mehraufwänden von insgesamt rund 1,7 Millionen Franken bei der Innensanierung und rund 600'000 Franken für die nicht vorgesehene Sanierung des Daches des Schulhauses Mitteldorf. Die Gründe sind unter anderem höhere Aufwände für die Ertüchtigung der Erdbebensicherheit und des Brandschutzes, für bauphysikalische Verbesserungen der unterirdischen Verbindung zum Neubau sowie für die notwendige Totalsanierung des Dachs.

Im Gutachten zur Urnenabstimmung vom 18. Juni 2023 wurde für den Schulhaus-Umbau mit Gesamtkosten von rund 3,5 Millionen Franken gerechnet. Ein neuer Kostenvorschlag geht nun von Gesamtkosten von rund 5,8 Millionen Franken aus, was Mehrkosten in der Höhe von rund 2,3 Millionen Franken entspricht.

Gemeinderat genehmigt Nachtragskredite

Die Mehraufwände hätten zum Zeitpunkt des Gutachtens nicht vorausgesehen werden können, da vertiefte Untersuchungen am Bestandesbau noch ausstehend waren, schreibt die Gemeinde in der Mitteilung.

Erhebliche Defizite, besonders in Bezug auf die Erdbebensicherheit, den Brandschutz sowie das undichte Unterdach, seien erst während der Sondierungs- und Vorbereitungsarbeiten zutagegetreten. Der Gemeinderat hat den angepassten Kostenvoranschlag und die Nachtragskredite an seiner Sitzung vom 27. Januar 2026 genehmigt.

Die Bauarbeiten an den drei Neubauten der Zentrumsentwicklung sind bereits weit fortgeschritten. Bei diesen Teilprojekten seien laut Gemeinde keine wesentlichen Abweichungen von den im Gutachten veröffentlichten Kostenschätzungen zu erwarten. Ausgenommen sind die bereits vom Gemeinderat beschlossenen Mehrkosten von rund einer Million Franken für die Erdsonde sowie das Schulhaus-Provisorium. Darüber wurde bereits früher informiert.

Ziel des Projekts ist die Aufwertung und Belebung des Dorfzentrums. Entstehen werden ein neues Schulhaus, ein Geschäftsgebäude sowie ein Gebäude mit Restaurant, Veranstaltungssaal und Gästezimmern sowie Alterswohnungen. Die Fertigstellung und Eröffnung ist schrittweise zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 geplant.

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