SCR verliert ein hart umkämpftes Derby zu Hause mit 2:5 | Der Rheintaler

Eishockey 22.11.2023

SCR verliert ein hart umkämpftes Derby zu Hause mit 2:5

Spiele gegen Herisau und Prättigau-Herrschaft haben für den SC Rheintal Derbycharakter. Am Dienstag gab es wieder ein solches Spiel – und der SCR unterlag Prättigau dabei mit 2:5.

Von Sepp Schmitter
aktualisiert am 22.11.2023

Der SC Rheintal kämpfte verbissen und verlor das ausgeglichene Spiel unglücklich. Die Luchse verschliefen dabei den Start und mussten später nach weiteren schwachen drei Minuten im Mitteldrittel die bittere Pille schlucken. Die beiden Teams spielten auf Augenhöhe, zeigten attraktives Angriffshockey und boten Spektakel. Für den SCR ging im November aber nach vier gelungenen Aufgaben die fünfte in die Hosen.

Missglückter Start mit zwei raschen Gegentoren

Die Steinböcke starteten wie gewohnt furios ins Spiel und legten mit einem kuriosen Tor vor: Die hochfliegende Scheibe purzelte Vincent Sauter über die Schulter zum 0:1. Die geschockten Luchse mussten sich dann noch in der gleichen Minute auskontern lassen, «Veteran» Andreas John, 42 Jahre alt, hatte zum zweiten Mal zugeschlagen. Dann legten die Einheimischen den Respekt ab und spielten ebenbürtig. Mica Moosmann verkürzte in Minute neun in sehenswertem Powerplay auf 1:2. Das Spiel war nun ausgeglichen, mit Chancen hüben wie drüben.

Zu Spielmitte fiel das 1:3, das zu reden gab. Das Gehäuse war schon lange verschoben, doch pfeift der Schiedsrichter nicht, geht das Spiel weiter. Die Gäste nutzten dies gnadenlos. Dann krönte Leo Waidacher, der nach einer Verletzungspause wieder mitspielte, ein Solo mit dem erneuten Anschlusstor für den SCR (34.) – der sich nach dem 2:3 jedoch selbst schlug.

Den Goalie nach einer unfairen Aktion zu schützen, ist Ehrensache, man müsste aber wissen, wann es reicht. So wanderte ein erster Rheintaler auf die Strafbank. Nach einer weiteren  einseitigen Entscheidung gesellte sich ein zweiter hinzu. Die Bündner Routiniers schafften dann mit zwei Toren in Überzahl zum 4:2 und 5:2 Klarheit, eine Vorentscheidung war gefallen. Mit der Pausensirene fiel noch ein Bully-Goal, doch zwei Sekunden ohne Torhüter waren zu kurz, es zählte nicht mehr.

Torloses Schlussdrittel bringt nichts mehr ein

Vincent Sauter blieb dann gleich draussen und überliess Ramon Metzler den Platz im Gehäuse, der im dritten Drittel zu seinem zweiten Mini Shutout kam. Das Spiel flachte nun etwas ab, die Chancen wurden immer weniger und so zerrannen die Minuten. Die Bündner verwalteten ihre schmeichelhafte Führung und die Rheintaler bemühten sich bis zum Schluss, Tore sollten aber keine mehr fallen. Das Derby hatte dennoch gehalten, was es versprochen hatte und die 406 Fans mussten ihr Kommen nicht bereuen.

So kletterten die Gäste vorübergehend an die Tabellenspitze, während der SC Rheintal den guten fünften Platz belegt. Im Mittelfeld ist aber alles sehr eng, weshalb das nächste Spiel wieder viel Bedeutung hat. Mit einem Sieg wollen die Rheintaler den Anschluss an die Spitzengruppe halten. Los geht’s am Samstag, 20 Uhr, in der Patinoire régionale Delémont gegen den Liganeuling Delémont-Vallée, der am Dienstag die Argovia Stars mit 6:4 besiegt hat.

1. Liga Ost
Rheintal – Prättigau-H. 2:5 (1:2, 1:3, 0:0)
KEB Aegeten – 406 Zuschauer – SR: Iseli; Halberstadt, Messerli.
Tore: 3. (2:13) John 0:1, 3. (2:59) John (Scherrer) 0:2, 9. Moosmann (Pilgram, Bodemann) 1:2, 31. Scherrer 1:3, 34. L. Waidacher 2:3, 39. Knuchel (Bucher, Scherrer) 2:4, 40. Däscher (Roussette) 2:5.
Strafen: Rheintal 3 x 2, Prättigau 2 x 2 Minuten.
Rheintal: Sauter (Metzler); Binder, Hagen, Moosmann, Bodemann, Obrist; Egger, Thurnherr, Hofer, Kuster, Stoop; Berweger, Pilgram, Stutz, Bartholet, L. Waidacher; Wiederkehr, Adam, Good, Rozajac.

Weitere Ergebnisse: Burgdorf – Luzern 1:2 n.V., Delémont – Argovia 6:4.
Rangliste: 1. Prättigau 10/27, 2. Dübendorf 9/25, 3. Wetzikon 9/23, 4. Burgdorf 10/19, 5. Rheintal 10/16, 6. Luzern 10/14, 7. Wil 9/12, 8. Delémont 9/10, 9. Reinach 9/9, 10. Pikes 8/7, 11. Herisau 9/6, 12. Argovia 10/0.