Der jüngere der Brüder, Phil, nahm Anfang März an der Helvetia Cross Tour (Swiss Cup) teil. Wegen der wechselnden Wetterverhältnisse konnten dabei allerdings keine Heats gefahren werden, es standen lediglich zwei Einzelläufe auf dem Programm. Phil Olschewski entschied beide Läufe in der Kategorie U15 für sich und stellte auch die Tagesbestzeit aller Teilnehmer auf.
Am letzten Wochenende reiste er mit dem Kader von BASE und BABE (Regionalkader Ost und West) auf die österreichische Reiteralm, wo er auf neue Konkurrenten aus Ungarn, England, Italien, Österreich und Deutschland traf. Nachdem Phil Olschewski die Qualifikationsläufe an beiden Tagen ohne Probleme für sich entschieden hatte, geriet er bei den Heats, in denen sich jeweils vier Fahrer duellieren, immer wieder in brenzlige Situationen mit anderen Athleten. Am Samstag folgte daraus ein Sturz im Halbfinal, worauf er mit dem fünften Platz Vorlieb nehmen musste. Auch am Sonntag startete er als Qualifikationssieger in das Rennen. Nach einem weiteren Ausbremser durfte Phil Olschewski sich die Silbermedaille umhängen lassen.
Lenny Olschewski nähert sich der Spitze
Im März schnupperte Phils älterer Bruder Lenny am Profileben, reiste er doch mit dem Team nach San Pellegrino, wo ein FIS-Rennen des Alpencups anstand. Lenny gelang eine gute Qualifikation, dank der er sich einen Startplatz in den Heats sicherte. Danach wurde er für seinen Einsatz nur teilweise belohnt. Er verlor im Halbfinal gegen die späteren Erst- und Zweitplatzierten und schied aus. Der 16. Platz widerspiegelte seine Leistung nicht so richtig.
Am Sonntag stand Lenny Olschewski auch am zweiten Rennen in Italien im Startgate – und wollte nicht nochmals so ausscheiden wie am Tag zuvor. Mit viel Willen und Einsatz kam er Runde für Runde weiter, bis er den kleinen Final erreichte. Diesen entschied er für sich und sicherte sich mit Rang fünf seinen bis dahin besten Platz an einem FIS-Rennen – und einen Start im Europacup.
So ging es für Lenny Olschewski direkt weiter nach St.Moritz, wo er seinen ersten Europacup auf dem beachtlichen 38. Platz beendete. Die starken Ergebnisse kamen allerdings etwas zu spät, der Bernecker wurde nicht für die Junioren-Weltmeisterschaft berücksichtigt. Mit Jahrgang 2010 ist er der jüngste in Frage kommende Schweizer, die Ältesten haben Jahrgang 2006. Swiss Ski bot ihn allerdings als Vorfahrer auf. So konnte er von dieser Woche trotzdem profitieren und Erfahrungen an einem Grossanlass sammeln.
Erster FIS-Podestplatz auf der Reiteralm
Nach einem kurzen Kleiderwaschstopp zu Hause ging es dann gleich weiter auf die Reiteralm in Österreich. Lenny Olschewski startete am FIS-Rennen des Alpencups motiviert, schaffte es am Samstag als solider Elfter aber nicht ganz nach vorne. Dennoch wusste er, dass er mit den Besten mithalten konnte. Am Sonntag setzte er sich dann Runde für Runde durch und erreichte in seiner ersten FIS-Saison erstmals den Big Final der besten Vier. In diesem liess er sich seinen Podestplatz nicht nehmen und beendete das Rennen auf dem hervorragenden dritten Platz. Davon hätte er zu Beginn der Saison nicht zu träumen gewagt.
Nach einer kurzen Zeit in Schule und Ausbildung ging es für die beiden direkt weiter an die Lenk, wo Lenny Olschewski an zwei Europacuprennen startete. Der für eine EC-Lizenz noch zu junge Phil wurde als Vorfahrer aufgeboten. Am Samstag steht dann die Schweizer Meisterschaft der U15 und der Junioren auf dem Programm. Ein Blick gilt dabei stets der Wetter-App – in der Hoffnung, dass Frau Holle bis zum Wochenende ihre Decken fertig ausgeschüttelt hat.
Snowboardcross-Brüder aus Berneck erfolgreich auf Alpentour