Stimmung an Börse gemischt: Aktienmarkt dümpelt vor sich hin | Der Rheintaler

Promotion 10.02.2024

Stimmung an Börse gemischt: Aktienmarkt dümpelt vor sich hin

Während die US-Börsen ihre ­Rekordjagd fortsetzen, dümpelt der Schweizer Aktienmarkt vor sich hin. Die Jahresabschlüsse fallen gemischt aus.

Von David Lamorte, RB Oberes Rheintal
aktualisiert am 10.02.2024

So verbuchte die Swisscom 2023 zwar einen stagnierenden Umsatz, erwirtschaftete aber mehr Gewinn. Die Dividende verbleibt bei 22 Franken, was beim aktuellen Kurs eine Dividendenrendite von rund 4,4 % bedeutet.

Weniger verdiente im vergangenen Jahr die Privatbank Vontobel. Während im Asset Management Gelder abflossen, profitierte das Privatkundengeschäft von einem Kundenzuwachs. Gemischte Signale kommen von der Immobilienge­sellschaft SPS. Höhere Zinsen treiben zwar den Mietertrag, belasten aber die Bewertungen.

Der Nahrungsmittelproduzent Bell hat den Umsatz im vergangenen Jahr vor allem aufgrund höherer Preise gesteigert. Die Profitabilität hat leicht abgenommen. Weniger rund läuft es bei Dätwyler. Der Industriekonzern verbuchte 2023 einen Rückgang des operativen Gewinns von 20 %. Der Reingewinn brach gar um einen Drittel ein. Aufträge 
im Umfang von 110 Millionen Franken aus der Schweiz und Deutschland hat der Baukonzern Implenia bekannt gegeben. Der Pharmakonzern Novartis kauft derweil das deutsche Biotech-
Unternehmen Morphosys.

Kurzarbeit hat in letzten Monaten zugenommen

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im Januar auf 2,5 % angestiegen, nach 2,3 % im Dezember. Gemäss dem Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat der Anstieg vor allem saisonale Gründe, da es auf dem Bau, in der Landwirtschaft und in der Gas­tronomie im Winter weniger zu tun gibt. Allerdings spielt auch die nachlassende Konjunktur­dynamik eine Rolle. So lässt die Nachfrage nach Arbeitskräften seit einigen Monaten nach. Dasselbe Signal sendet die Kurzarbeit, die in den letzten Monaten zugenommen hat. Sowohl im historischen als auch im internationalen Vergleich befindet sich die Zahl der Arbeitssuchenden aber auf einem sehr niedrigen Niveau.

Der deutschen Industrie läuft es nicht rund. Daran ändert auch der erfreuliche Auftragszuwachs von 8,9 % im Dezember nichts. Dieser wurde durch Flugzeug­bestellungen getrieben. In den wichtigen Bereichen Automobilindustrie, Maschinenbau und chemische Industrie ist die Nachfrage weiter rückläufig. 2023 reduzierte sich der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 5,9 %. Auch die deutschen Exporte reduzierten sich im abgelaufenen Jahr gegenüber 2022 um 1,4 %. Dabei ist vor allem der Einbruch von 4,6 % im Dezember besorgniserregend. 

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