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Thomas «Flumsi» Klauser holte 2026 EM-Gold und sammelte Medaillen und Meistertitel

Thomas «Flumsi» Klauser aus Hinterforst blickt auf eine starke Saison 2026 zurück: EM-Gold im Zehnkampf, weitere Medaillen und Schweizer Meistertitel.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

Eine aussergewöhnliche Saison geht für Thomas «Flumsi» Klauser zu Ende. Der 45-jährige Leichtathlet aus Hinterforst sammelte 2026 in der Altersklasse M45 Schweizer Meistertitel und internationale Medaillen – und krönte sein Sportjahr mit dem Europameistertitel im Zehnkampf. Dabei stellte er gleich mehrere persönliche Bestleistungen auf.

Schon der Start ins Jahr liess erahnen, dass Klauser in ausgezeichneter Form ist. An den Schweizer Hallenmeisterschaften in Magglingen war der M45-Athlet des TSV Hinterforst über 200 und 400 Meter nicht zu schlagen und sicherte sich zwei Schweizer Meistertitel.

Auch gegen internationale Konkurrenz bestanden

Im März wartete an den Masters-Hallen-Europameisterschaften im polnischen Torun die internationale Konkurrenz. Klauser schaffte über die Hürden den Sprung in den Final und belegte dort den sechsten Gesamtrang.

Den Höhepunkt seiner Saison erlebte «Flumsi» vom 22. bis 26. Juli an den Masters-Europameisterschaften im tschechischen Lovosice. Dort zeigte sich, dass der Hinterforster nicht nur schnell laufen, sondern auch springen und werfen kann: Im Zehnkampf gelangen ihm in fünf Einzeldisziplinen neue persönliche Bestleistungen. Mit 4332 Punkten gewann er die Goldmedaille und durfte sich zum Europameister küren lassen. Damit war sein Medaillenhunger noch nicht gestillt. Über 60 Meter sprintete Klauser in persönlicher Bestzeit von 7,92 Sekunden zu Silber. Über 100 Meter stellte er mit 12,63 s ebenfalls eine neue Bestmarke auf und holte Bronze. Mit der Schweizer 100-Meter-Staffel kam eine weitere Silbermedaille hinzu. Damit reiste Klauser mit einem kompletten Medaillensatz und zusätzlichem Staffelsilber nach Hause.

Nach diesem intensiven Wettkampfprogramm war die Saison noch lange nicht vorbei. Im September trat Klauser in Colombier an den Schweizer Meisterschaften im Mehrkampf an. Auch dort stellte er seine Vielseitigkeit unter Beweis und holte im Fünfkampf einen weiteren Meistertitel. Zum Abschluss führte die Reise nach Götzis in Österreich, einen bekannten Austragungsort für Mehrkämpfe. Bei den internationalen Mastersmeisterschaften setzte Klauser nochmals einige Ausrufezeichen: Er gewann den Speerwurf, wurde Zweiter über 200 Meter und Dritter über 100 Meter. Damit endete eine Saison, die für den 45-Jährigen von Januar bis September kaum eine Verschnaufpause bereithielt.

Als Erwachsener wieder zur Leichtathletik gefunden

Dass «Flumsi», nach seinem Heimatort Flums benannt, heute auf nationaler und internationaler Ebene Medaillen sammelt, war keineswegs vorgezeichnet. Klauser betrieb zwar schon als Kind Leichtathletik, legte später aber eine längere Pause ein. Inzwischen hat ihn der Sport wieder fest im Griff. Neben Training und Wettkämpfen arbeitet der verheiratete Vater von drei Kindern als Facharbeiter beim Kanton St. Gallen. Klauser ist in Flums geboren, heute lebt er mit seiner Familie in Hinterforst und startet für den dortigen TSV.
Die Bilanz seines Sportjahres kann sich sehen lassen: Schweizer Meister in der Halle und im Mehrkampf, Europameister im Zehnkampf, mehrere weitere EM-Medaillen und persönliche Bestleistungen. Für «Flumsi» Klauser dürfte die Saison 2026 damit einen besonderen Platz in seiner Leichtathletik-Laufbahn erhalten.