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Trotz Börsenrekorden bleiben Anleger vorsichtig – das treibt Gold und Franken

Rekordstände an den Aktienmärkten täuschen nicht über die wachsende Zurückhaltung der Anleger hinweg. Zinsentscheide, geopolitische Spannungen und hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz verbreiteten trotz solider Unternehmenszahlen Vorsicht – sichere Häfen bleiben gefragt.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

Die Stimmung an den Börsen ist tendenziell gut, was der Rekordstand des amerikanischen S&P-500-Index diese Woche unterstreicht. Der Zinsentscheid der Notenbank Fed sowie die Geschäftszahlen mehrerer grosser Technologiekonzerne verursachten aber eine Zurückhaltung unter den Anlegern. Zusätzlich dämpfte deren Kauflaune die Anhebung der US-Zölle gegen Südkorea. Gefragt waren entsprechend sichere Kapitalhäfen wie Gold und der Schweizer Franken.

Der Swiss Market Index (SMI) tendierte derweil über weite Strecken schwächer, und das trotz mehrheitlich solider Unternehmenszahlen. Die Pharmasparte von Roche entwickelte sich im Jahr 2025 gut, das Diagnostiksegment dagegen schwächelte leicht. In Summe konnte der Pharmariese Umsatz und Gewinn steigern. Beim Blick nach vorne gibt er sich vorsichtig optimistisch. Die Dividende soll das 39. Mal in Folge steigen.

Reingewinn kletterte um ein Fünftel

 Ebenfalls über eine höhere Gewinnausschüttung dürfen sich die Aktionäre von Lonza und ABB freuen. Der Industriekonzern hat im Schlussquartal überraschend viele Aufträge erhalten und seine Profitabilität verbessert. Der Reingewinn kletterte im Gesamtjahr um ein Fünftel. Beim Pharmazulieferer liess der Kauf einer grossen Produktionsanlage den Umsatz um fast 20 % nach oben schnellen. Zudem verbesserte er seine Marge. Infolge einer Erholung des US-Marktes konnte der Computerzubehörhersteller Logitech im Weihnachtsquartal den Umsatz um 6 % und den Gewinn um 19 % steigern.

 Die Analystenerwartungen verfehlt hat Givaudan. Gegenüber dem starken Vorjahr verlor der Aromen- und Duftstoffhersteller 2025 an Schwung. Zudem machten ihm negative Währungseffekte zu schaffen.

Meta wuch um 20 Prozent

Dank des boomenden Werbegeschäftes wuchs das Betriebsergebnis der Facebook-Mutter Meta 2025 um 20 % auf über 83 Milliarden US-Dollar. Dieses Jahr will das Unternehmen weiter zulegen. Hierzu sollen bis zu 135 Milliarden Dollar in den Infrastrukturausbau für Künstliche Intelligenz (KI) fliessen.

Dem Softwareriesen Microsoft bescherte sein KI- und Cloud-Angebot im abgelaufenen Quartal ein zweistelliges Umsatzplus. Anders als beim Zuckerberg-Konzern zeigten sich die Marktteilnehmer aber über die hohen Kosten besorgt. Sie hinterfragen, wie viel Wachstumspotenzial noch im KI-Thema steckt.

Die US-Notenbank Fed und ihr unter Beschuss geratener Chef Jerome Powell haben dem politischen Druck standgehalten und die Leitzinsspanne von 3,5 % bis 3,75 % beibehalten. Angesichts der zähen Inflation ist der Spielraum der Währungshüter für eine geldpolitische Lockerung limitiert. Entsprechend rechnen wir dieses Jahr mit einer einzigen Zinsreduktion um 25 Basispunkte.

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