Als potenziellen Nachfolger würde Trump wohl einen Verfechter der von ihm gewünschten lockeren Geldpolitik ins Spiel bringen. Deutlich tiefere Leitzinsen bergen die Gefahr einer anziehenden Inflation, was langlaufende US-Staatsanleihen für Investoren weniger attraktiv macht. Entsprechend zogen in einer ersten Reaktion die Renditen am langen Ende leicht an, wodurch die Zinskurve steiler wurde.
Auch an den Aktienmärkten sorgte das neue Kapitel im Kampf «Trump vs. Fed» für Verunsicherung. Zusätzlich dämpften schwache Konjunkturdaten aus den USA und China die Kauflaune der Anleger. Wenig kurstreibende Impulse kamen auch von den Unternehmen.
Nvidia profitiert vom KI-Boom
Hierzulande konnte der Turboladerhersteller Accelleron im ersten Halbjahr den Reingewinn um fast ein Drittel steigern. Für das Gesamtjahr bleibt das ABB-Spin-off positiv, wegen der US-Zölle hat es aber seine Margenprognose nach unten revidiert. Der Gebäudezulieferer Arbonia kämpft mit der schwachen Baukonjunktur.
Trotz eines Umsatzplus von 14,7 % ist er von Januar bis Juni organisch leicht geschrumpft. Allerdings wurde das Unternehmen profitabler und hält an seinen Finanzzielen fest. Wenig rund lief es im ersten Semester bei Kudelski. Der Umsatz des Verschlüsselungs- und Zugangsspezialisten sank um 8,9 % auf 174,5 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich resultierte ein Verlust von über 19 Millionen Dollar. Beim Blick nach vorne zeigt sich die Firma aber optimistisch. Dank des Booms von künstlicher Intelligenz (KI) hat der US-Chiphersteller Nvidia seinen Umsatz im zweiten Quartal zum Vorjahr um 56 % auf 46,7 Milliarden US-Dollar gesteigert.
Teuerstes Unternehmen der Welt überrascht weiter
Damit hat das mit einer Marktkapitalisierung von 4,4 Billionen US-Dollar teuerste Unternehmen der Welt die Analystenprognosen erneut geschlagen. Etwas getrübt wird das Ergebnis vom China-Geschäft: Wegen des Technologie-Embargos der USA konnte Nvidia keine KI-Chips ins Reich der Mitte liefern. Die Exportbeschränkungen sind zwar mittlerweile aufgehoben worden. Dafür muss der Konzern fortan aber 15 % seiner Einnahmen aus den China-Exporten an die US-Regierung abgeben, was die Gewinnmarge belasten dürfte.
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