Über die Hälfte der einheimischen Wildbienenarten ist gefährdet | Der Rheintaler

Altstätten 22.08.2023

Über die Hälfte der einheimischen Wildbienenarten ist gefährdet

Wildbienen sind wichtig für die Erhaltung der Biodiversität. Naturnahe Gärten bieten ihnen Lebensraum.

Von pd
aktualisiert am 22.08.2023

Der Verein Pro Riet Rheintal lädt am Dienstag, 5. September, um 19 Uhr, lädt Pro Riet zum Vortrag «Wildbienenförderung im Siedlungsraum» mit Wildbienenexperte Jonas Landolt im Sonnensaal ein.

In der Schweiz kommen aktuell rund 570 Wildbienenarten vor. Zu den Wildbienen gehören alle wild lebenden Bienenarten inklusive der Hummeln. Die als Nutztier gehaltene Honigbiene zählt nicht dazu. Wildbienen erbringen durch die Bestäubung wichtige Ökosystemleistungen. Dank ihrer Artenvielfalt haben die Wildbienen gegenüber der Honigbiene einige Vorteile: so fliegen einige Wildbienenarten auch bei schlechtem Wetter, andere bestäuben Blüten, welche die Honigbiene nicht besucht, und wieder andere Wildbienenarten sind im Bestäuben von Obst effizienter. Für eine sichere Bestäubung unserer Wild- und Kulturpflanzen und für die Erhaltung der Biodiversität braucht es deshalb eine artenreiche Wildbienenfauna.

Über die Hälfte der einheimischen Wildbienenarten stehen auf der roten Liste der gefährdeten Arten, über 50 Arten gelten aktuell als ausgestorben. Ein optimaler Lebensraum für Wildbienen setzt ein reiches Angebot an Nahrungspflanzen, also Nektar und Pollen, voraus.

Naturnah gestaltete Gärten mit Blumenrasen, Blumenwiesen oder Wildstaudenbeeten können einer grossen Anzahl Wildbienenarten Nahrung und Lebensraum bieten. Mit gezielten Massnahmen zur Erhöhung des Blütenangebots lassen sich bereits auf kleinen Flächen mehrere Dutzend Wildbienenarten fördern. Gleichzeitig sind solche blütenreichen Lebensräume auch für Schmetterlinge und weitere Insekten sehr wertvoll.

Programm auf www.pro-riet.ch