Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) führt alle zwei Jahre zusammen mit Partnerorganisationen im Bevölkerungsschutz und mit einem der drei Schweizer Kernkraftwerke eine Gesamtnotfallübung (GNU) durch. Dieses Jahr findet diese in Zusammenarbeit mit dem Kernkraftwerk Beznau im Kanton Aargau statt.
Unter anderem wird der Transport von Notfallmaterial wie Generatoren und Pumpen mit Lastwagen der Armee geübt. Dabei fahren sie zwischen dem Kernkraftwerk Beznau und anderen Einrichtungen hin und her. Die Übung können also auch Aussenstehende bemerken.
So wie heute, wo die Radioaktivitätsmessflüge stattfinden. Ein mit einem speziellen Messgerät ausgestatteter Super Puma-Helikopter der Luftwaffe wird dabei am Vor- und Nachmittag in den definierten Gebieten Messungen durchführen. Die Flugrouten werden auf der Basis des Übungsszenarios und der tatsächlichen Wetterlage festgelegt. Überflogen wird die Umgebung südwestlich vom KKW Beznau sowie das Gebiet vom Zürcher Oberland bis zum Bodensee und Rheintal. Der Helikopter wird dabei in einer Höhe von rund 100 Metern über dem Boden in parallelen Bahnen fliegen.
Zusammenarbeit zum Schutz der Bevölkerung
Ziel der Übung ist das Training von Behörden und Einsatzorganisationen. In einem Schlussbericht wird aufgezeigt, welche Planungen und Prozesse sich bewährt haben und wo Optimierungspotenzial besteht.
Im Einsatz sind neben dem Kernkraftwerk Beznau unter anderen das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI), die Nationale Alarmzentrale (NAZ), die Gruppe Verteidigung, das Bundesamt für Gesundheit (BAG), mehrere Kantonslabors, der Kantonale Führungsstab Aargau sowie Führungsstäbe weiterer Kantone und Partnerorganisationen.
Übung: Super Puma misst Radioaktivität und fliegt übers Rheintal