Unvorstellbare Distanzen, fremde Welten und die Frage nach unserem Platz im Universum: Der Sternenhimmel fasziniert Menschen seit Jahrtausenden. An der Kantonsschule Heerbrugg kümmern sich neu drei Personen darum, diese Faszination weiterzugeben: Physik- und Sportlehrer Lorenz Sommer, Mathematiklehrer Martin Bach und Manuel Speck vom Hausdienst bilden das neue Sternwartenteam.
Alle drei bringen dabei ihren eigenen Zugang zum Weltall mit. Lorenz Sommer interessiert sich seit seiner Kindheit für die Raumfahrt. Ihn beeindruckt besonders, «wie genau wir Objekte am Himmel erforschen können, die unvorstellbar weit entfernt sind». Die Möglichkeit, in der schuleigenen Sternwarte den Himmel zu beobachten und das Freifach Astronomie zu unterrichten, habe ihn deshalb besonders gereizt.
Fremde Welten erkunden
Martin Bach begann schon als Jugendlicher, den Sternenhimmel mit anderen Augen zu betrachten. Bis heute fasziniert ihn die Frage, ob und wie die Menschheit eines Tages fremde Welten erkunden wird.
Manuel Speck wiederum verbindet astronomisches Interesse mit praktischer Erfahrung. Er ist es gewohnt, Führungen zu leiten und fotografiert den Sternenhimmel. Das gemeinsame Ziel ist dabei einfach: Die Sternwarte soll möglichst vielen Menschen offenstehen – und insbesondere Schülerinnen und Schülern ermöglichen, Astronomie nicht nur aus Büchern oder vom Bildschirm kennenzulernen. Oder wie Martin Bach es formuliert:
Gewisse Dinge muss man mit eigenen Augen sehen, um ihre Schönheit zu erfassen – die Sternwarte ist genau der richtige Ort dafür.
Auch Lorenz Sommer bringt den besonderen Reiz dieses Ortes auf einen Satz: «Die Sternwarte eröffnet eine neue Perspektive auf den Himmel und unseren Platz im Universum.»
Wer diese Perspektive selbst erleben möchte, erhält dazu bald Gelegenheit. Öffentliche Führungen finden am Samstag, 7. November 2026, sowie am Samstag, 13. Februar 2027 statt. Bei geeigneten Bedingungen führt der Blick dann durch die Teleskope hinaus in eine Welt, die unvorstellbar weit entfernt ist – und von Heerbrugg aus doch ein kleines Stück näher rückt.
Unvorstellbare Distanzen und fremde Welten: Neues Team für die Sternwarte