Nach einem gelungenen Start ins neue Jahr ist die Anspannung der Anlegerinnen und Anleger zurück. Der Volatilitätsindex VIX – auch als Angstbarometer bezeichnet – ist zu Wochenbeginn deutlich angestiegen. Ausschlaggebend sind unter anderem die Absichten der US-Regierung, Grönland zu annektieren, und damit verbunden neue Zollandrohungen. Erst als der US-Präsident am World Economic Forum (WEF) in Davos Letztere zurücknahm und klarstellte, dass Grönland nicht militärisch erobert werden solle, hat sich die Lage an den Finanzmärkten etwas entspannt. Dass die Unsicherheiten von den USA ausgehen, widerspiegelt sich am schwachen US-Dollar und den gestiegenen Renditen für US-Staatsanleihen, weil Investoren eine höhere Risikoprämie fordern.
Das gelbe Edelmetall setzt seine Rekordjagd fort. Die Unze kostete diese Woche bis zu 4888 US-Dollar. Grund für die starke Entwicklung sind anhaltende geopolitische Spannungen. Mit ihren Goldkäufen wollen Anlegerinnen und Anleger ihre Abhängigkeit vom Dollar reduzieren und ihr Portfolio gegen Marktverwerfungen schützen, da Gold in schwierigen Phasen die Entwicklung stabilisiert.
Kakaopreise auf hohem Niveau
Der Swiss Market Index (SMI) hat im Wochenverlauf die Gewinne seit dem Jahresauftakt weitgehend preisgegeben. Im Fokus stand neben verschiedenen Unternehmenszahlen auch der Versicherungskonzern Zurich. Er will für 10 Milliarden US-Dollar den britischen Spezialversicherer Beazley übernehmen. Das Geschäft mit Spezialversicherungen, z. B. gegen Cyberrisiken, ist aufgrund seiner Komplexität margenstärker als der Verkauf herkömmlicher Versicherungen. Die hohen Kakaopreise bescherten dem Schokoladenkonzern Barry Callebaut ein gemischtes Ergebnis.
Während die Volumen rückläufig und unter den Erwartungen der Analysten waren, legte das Unternehmen beim Umsatz zu und übertraf die Schätzungen. Zudem gab Barry Callebaut einen Wechsel an der Unternehmensspitze bekannt. In der Summe wurden die Nachrichten positiv aufgenommen und beflügelten den Aktienkurs. Eine Punktlandung bezüglich der Analystenerwartungen legte Galenica hin. Der Gesundheitskonzern hält an seinen Prognosen fest.
Analystenerwartungen übertroffen
Einen Lichtblick brachte Komax. Der Hersteller von Kabelverarbeitungsmaschinen hat zwar ein schwieriges Jahr hinter sich, vermochte aber die Erwartungen der Analysten zu übertreffen. Damit schöpfen Anleger nach einem rund dreijährigen Abwärtstrend leise Hoffnung. Der Verbindungstechniker Huber+Suhner hat im abgelaufenen Jahr zwar weniger umgesetzt, dafür aber einen starken Auftragseingang verbucht. Die Erwartungen der Analysten wurden jedoch verfehlt.
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US-Unsicherheiten treiben Gold auf Rekord und belasten den SMI