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Viel Eichenlaub und Vorfreude auf ein spezielles Fest

Am nächsten Freitag findet in Gams die Hauptversammlung des Rheintal-Oberländer Schwingerverbandes statt. Dieser blickt auf eine erfolgreiche Saison mit vielen besonderen Momenten zurück.

Von kuc/red
aktualisiert vor 6 Stunden

Die Aktivsaison ist für die Schwinger zu Ende. Werden die Laubbäume kahl, zieht es die «Bösen» in die Krafträume oder die Schwingkeller. Dafür schlägt jetzt die Stunde der Funktionäre und Delegierten – es ist HV-Zeit. Ein wichtiger Punkt ist dabei auch der Jahresrückblick.

Höhepunkt des Schwingerjahres war der Kilchberger Schwinget am 5. September. An diesem Fest mit eidgenössischem Charakter messen sich die besten 60 Schwinger des Landes. Vom Rheintal-Oberländer Verband wurde Eidgenosse Marco Good dafür selektioniert. Der Sarganser hatte vier Eidgenossen auf dem Notenblatt und bekam es schon im Anschwingen mit zwei von ihnen zu tun. Er stellte gegen den Emmentaler Dominik Gasser und bezwang danach den Innerschweizer Sylvan Appert.

Vor und nach dem Mittag gab es jeweils einen Gestellten gegen die Teilverbandskranzer Jonas Amrhyn und Samuel Schwyzer aus Luzern. Im Ausstich wurden ihm zwei weitere Eidgenossen zugeteilt, wobei er zunächst Marc Lustenberger besiegte, zum Abschluss des Tages aber eine Niederlage gegen Lukas Bissig hinnehmen musste.

Die Gamser glänzten am Verbandsschwingfest

Der Jahreshöhepunkt aus lokaler Sicht war die Eröffnung der Freiluftsaison für die Ostschweizer Schwingergilde. Das Rheintal-Oberländer Verbandsschwingfest fand am 29. März statt und wurde von der Sportvereinigung Gams unter OK-Präsident Andreas Metzger durchgeführt. Auf der Sportanlage Pilgerbrunnen traten 126 Schwinger an, davon sechs Eidgenossen. Trotz des garstigen Wetters erschienen 2100 Zuschauer. Das Fest war bestens organisiert. So war der Gabentempel mit mehreren Lebendpreisen und vielen Naturalgaben eindrücklich. Das Fest fand mit dem Toggenburger Spitzenschwinger Werner Schlegel einen würdigen Sieger.

Am 22. August folgte mit dem Rheintal-Oberländer Buebeschwinget in Mels der Höhepunkt für den lokalen Nachwuchs, wobei auch ein Mädchen in die Zwilchhose stieg. Die Organisation übernahm der Schwingklub Mels unter der Leitung von Daniel Ackermann. 222 Teilnehmer und eine Teilnehmerin traten in vier Kategorien an. In der Kategorie B (Jahrgang 2013/14) kam es zu einem Rheintal-Oberländer Schlussgang, in dem der Oberrieter Lars Kobler vom Schwingklub Mittelrheintal den Melser Cyril Ris besiegte. Total traten 65 Knaben vom Rheintal-Oberländer Verband in Mels an.

Zwei Festsiege, 19 Kränze und 55 Zweige

Aus Verbandssicht sind die 19 gewonnenen Kränze sehr erfreulich, obwohl es 2025 mit 20 Kränzen einer mehr war. Zu erwähnen sind besonderes die Kranzerfolge des Montlingers Fabian Ulmann und des Kriessners Ramon Betschart am Nordostschweizer Schwingfest in Güttingen, wo beide ihren ersten Teilverbandskranz holten. Unter den Erwartungen blieb die Ausbeute am St.Galler Kantonalen in Schmerikon, wo mit Michael Bernold, Fabian Ulmann und Marco Good nur drei Rheintal-Oberländer vor die Kranzjungfern treten konnten, obwohl nach fünf Gängen noch deren elf um Eichenlaub kämpften.

Trotz dieses Dämpfers fällt die Bilanz positiv aus. Drei Kränze sicherten sich neben Ulmann und Betschart auch die Flumserberger Fabian Bärtsch und Jan Mannhart. Christian Bernold (Flums), Michael Bernold (Walenstadt) und Marco Good (Sargans) holten zwei Kränze, einen erschwang sich der Widnauer Janosch Kobler. Zu den Kranzgewinnen kommen zwei Festsiege durch Michael Bernold (Co-Sieger am Hallenschwinget Untervaz) und den Wartauer Kjetil Fausch (Sertigschwinget, Davos). Der technische Leiter Ruedi Eugster blickt deshalb recht zufrieden auf die Saison zurück.

Freude bereitete auch der Nachwuchs, der dieses Jahr 55 Zweige und 47 Auszeichnungen holte. Lars Kobler realisierte drei Festsiege. Der Oberrieter setzte sich am Nordostschweizer Nachwuchsschwingfest in Güttingen, an der Fête Régionale in Riaz und am Rheintal-Oberländer Buebeschwinget durch. Der Tscherlacher Cyril Ris gewann das Schaffhauser Kantonale Nachwuchsschwingfest in Schaffhausen.

Gonzen-Bergschwinget und ein «Eidgenössisches»

Im nächsten Jahr findet das Verbandsschwingfest am 3. April unter der Leitung von Jannik Wildhaber in Unterterzen statt. Organisiert wird es vom Jodelklub Bärgseeli Quarten und dem STV Walensee. Der Festplatz liegt auf der Sportanlage oberhalb der Mehrzweckhalle. Auch das Gonzenschwingen findet wieder statt. Anlässlich des 60. Geburtstages führt der Schwingklub Wartau das Fest am 21. August noch einmal beim Berghaus Gonzen als Bergschwinget durch. Es sind zwei Sägemehlplätze vorgesehen und alle früheren Sieger werden eingeladen.

Der Nachwuchs misst sich am 5. Juni in Flumserberg-Tannenboden am von den Bergbahnen Flumserberg organisierten Rheintal-Oberländer Nachwuchsschwingfest. Wegen des engen Terminkalenders wird das Fest ausnahmsweise an einem Sonntag abgehalten. Auch 2027 gibt es ein «Eidgenössisches», allerdings für den Nachwuchs. So messen sich am 29. August die besten Nachwuchsschwinger des Landes in Zug. Der Rheintal-Oberländer Schwingerverband hofft, dass sich möglichst viele Buben aus der Region dafür qualifizieren.