Wer mischt in diesem Jahr um den Titelgewinn mit? Wir stellen alle zehn Teilnehmer vor.
FC Rebstein
Der Titelverteidiger des Turniers und spätere Aufsteiger in die 2. Liga schaffte im letzten Jahr eine faustdicke Überraschung und gewann das eigene Pokalturnier erstmals nach 44 Jahren wieder. Im Final bezwang Rebstein den Favoriten FC Widnau mit 5:4 im Penaltyschiessen, wobei Andrin Cabezas den entscheidenden Elfmeter für das Heimteam versenkte.
FC Widnau
Weil die Erstliga-Meisterschaft Ende Mai abgeschlossen war und Widnau seit Längerem wieder in der Vorbereitung steht, hat sich der Verein entschieden, mit einem Mixed-Team am Pokalturnier teilzunehmen. «Der Mix besteht mehrheitlich aus Spielern der zweiten Mannschaft, die durch B-Junioren und vereinzelt Spieler der ersten Mannschaft ergänzt wird», sagt Widnaus Sportchef Daniel Lüchinger. Mit neun Siegen führt der FCW die «Hall of Fame» der Pokalturniersieger gemeinsam mit Gastgeber Rebstein an.
FC Montlingen
Der Sieger des Pokalturniers 2023 und 2024 gilt auch dieses Jahr als einer der Favoriten auf den Sieg. Die Oberrheintaler blicken auf eine überaus erfolgreiche letzte Saison zurück und verpassten nur ganz knapp den Aufstieg in die 2. Liga interregional. Die Montlinger stellten in den letzten beiden Durchführungen das Best Talent des besten Nachwuchsspielers. Auch an diesem Pokalturnier möchten sie mit einer jungen Garde überzeugen.
FC Altstätten
2024 war das stärkste Pokalturnier-Jahr des FC Altstätten in der jüngsten Vereinsgeschichte. Der Club, der in der 2. Liga interregional spielt, verlor damals erst im Finale gegen den FC Montlingen. Der achtfache Pokalturniersieger gewann das Turnier letztmals 2012. Auch wenn der Pokalturniersieg für den FC Altstätten zuletzt ausblieb, gehört das Team unbestritten zu den stärksten und attraktivsten Mannschaften des Turniers. Es dürfte deshalb nur eine Frage der Zeit sein, bis der Sieger wieder einmal Altstätten heisst.
FC Buchs
Die Werdenberger nehmen seit 2024 am Pokalturnier teil. Bei der Premiere musste der Zweitligist Lehrgeld bezahlen und belegte Rang zehn. Bei der zweiten Teilnahme im letzten Jahr war es dann Rang fünf. Wie für viele andere Trainer wird das Ziel für den Buchser Cecco Clemente sein, die Kondition der Spieler aufzubauen und jungen Spielern die Chance zu geben, auf hohem Niveau erste Erfahrungen zu sammeln. Der FC Buchs wäre der 19. Verein, der das Pokalturnier zu seinen Gunsten entscheiden könnte.
Spielplan
Gruppe A: FC Appenzell, FC Montlingen, FC Rebstein, FC Rüthi, FC Widnau.
Gruppe B: FC Altstätten, FC Au-Berneck 05, FC Buchs, FC Diepoldsau-Schmitter, FC Rorschach-Goldach 17.
Mittwoch, 15. Juli
Gruppe A: Rüthi – Rebstein, Widnau – Appenzell (18.00), Montlingen – Widnau, Rebstein – Appenzell (18.45), Montlingen – Rüthi (19.30).
Gruppe B: Rorschach-G. – Diepoldsau-S. (19.30), Buchs – Au-Berneck, Diepoldsau-S. – Altstätten (20.15), Au-Berneck – Altstätten, Buchs – Rorschach-G. (20.15).
Freitag, 17. Juli
Gruppe B: Diepoldsau-S. – Buchs, Rorschach-G. – Au-Berneck (18.00), Altstätten – Rorschach-G., Au-Berneck – Diepoldsau-S. (18.45), Altstätten – Buchs (19.30).
Gruppe A: Widnau – Rebstein (19.30), Appenzell – Rüthi, Rebstein – Montlingen (20.15), Appenzell – Montlingen, Rüthi – Widnau (21.00).
Samstag, 18. Juli
Spiel um Rang 9 (15.15), Erster Halbfinal und Spiel um Rang 7 (17.20), Zweiter Halbfinal und Spiel um Rang 5 (18.10), Spiel um Rang 3 (19.00), Final (19.45).
FC Au-Berneck 05
Ralph Heeb, der neue Trainer des FC Au-Berneck 05, weiss, was es braucht, um das Pokalturnier zu gewinnen, ging er doch im letzten Jahr als Trainer des FC Rebstein mit dem ersten Sieg nach 44 Jahren in die Geschichtsbücher ein. Au-Berneck gewann das Pokalturnier erst einmal, im Jahr 1984, damals noch als FC Au. Letztmals im Halbfinal stand Au-Berneck 2021 gegen Rorschach-Goldach und zeigte dabei eine starke Leistung. Die Entscheidung fiel in einem Penalty-Krimi, in dem Au-Berneck denkbar knapp mit 8:9 den Kürzeren zog.
FC Rorschach-Goldach 17
Rorschach-Goldach, das die neue Saison wie Altstätten in der 2. Liga interregional in Angriff nimmt, gewann das Pokalturnier in den letzten 20 Jahren fünfmal, zuletzt 2018, 2019 und 2022. 2024 verpasste Rorschach-Goldach den Final knapp und belegte Rang drei. Die Mannschaft vom Bodensee gehört spielerisch meist zu den stärksten Teams des Turniers und hat in den letzten Jahren immer wieder bewiesen, dass sie zu den Anwärtern auf den Titel gehört.
FC Rüthi
Der FC Rüthi gehört zwar seit Jahren zum Stamm der Pokalturnier-Teilnehmer, er ist aber – neben Buchs und dem Pokalturnier-Neuling Appenzell – einer von drei Teilnehmern des Turniers, die den Titel noch nie erkämpfen konnten. Das Pokalturnier-Highlight der Oberrheintaler war 2018. Damals entpuppte sich der Drittligist als Favoritenschreck und belegte Rang drei, hinter Rorschach-Goldach und Widnau.
FC Diepoldsau-Schmitter
Die Rheininsler bestreiten das Pokalturnier seit Jahren als gute Saisonvorbereitung. Diepoldsau-Schmitter gewann das Pokalturnier einmal, das war im Jahr 2009. Damals spielte das Team unter Trainer Roman Hafner in der 2. Liga interregional. Heute spielt Diepoldsau-Schmitter seit vielen Jahren in der 3. Liga und hat am Pokalturnier Aussenseiterchancen.
FC Appenzell
Pokalturnier-Premiere feiert der FC Appenzell. Für das Drittliga-Team ist die Teilnahme «ein Highlight, aber auch eine sportliche Herausforderung», wie Sportchef Roger Zürcher sagt. Rein sportlich wird es für den FC Appenzell eine Herkulesaufgabe, sich in der starken Gruppe für den Halbfinal zu qualifizieren. Aber genau solche Härtetests sind die beste Vorbereitung auf die neue Saison.
Vom Debütanten über den Titelverteidiger bis zu früheren Seriensiegern