Wie Präsident Reto Claude in seinem Rückblick auf das Jubiläumsjahr vor ausverkaufter Mehrzweckhalle erwähnte, konnte die Chorgemeinschaft am 9./10. Mai mit einer Jubiläumsparty auf Schloss Blatten ein zweitägiges Fest feiern und am vergangenen Samstagabend zur traditionellen Abendunterhaltung einladen. Diese wurde mit festlicher Dekoration und entsprechendem Programm zu einer glanzvollen Jubiläums-Gala. 150 Jahre feiern zu können, so Claude, sei nicht selbstverständlich.
Allen Auflösungsgerüchten zum Trotz habe man vor fünf Jahren mit gerade noch zwölf Sängern einen Unterhaltungsabend durchgeführt. Inzwischen sei daraus mit derzeit zwanzig Mitgliedern wieder ein stattlicher Chor herangewachsen. So durfte er zum Applaus des Publikums als neueste Mitglieder Roland Kluser, Angelo Tomasini, Pedro Schneider und Fabio Müller in die Chorgemeinschaft aufnehmen und Letzteren mit Freuden namentlich den Konzertbesuchern vorstellen.
Eine Torte zum Jubiläum und Geburtstag
Mit einer Torte traten André Müller und Jonas Gächter ins Rampenlicht, um dem Männerchor zum Jubiläum und Reto Claude zum Geburtstag zu gratulieren. Danach führten sie in bewährter Manier durchs ausgewogene Programm, beginnend mit der dem Motto angepassten «Schickeria» von der Spider Murphy Gang. «The Sound of Silence» liessen die Bassregister das Thema ansingen, das von den Tenören aufgenommen und gefällig im Sound gesteigert wurde.
Der Wechselgesang gipfelte im gehauchten Schlussakkord. «Sweet Caroline» brachte erste Bravo-Rufe aus dem Saal. Recht anspruchsvoll war das «Ehrenwort» von den Fäaschtbänklern, das unter anderem auch zur Erzählkunst par excellence geriet. Beim «All Shook Up» trat Dirigent René Reiter als Solist in die Fussstapfen von Elvis Presley. Seine Einlage wurde vom Chor stimmlich abgerundet.
In «Tracks of My Tears» erhielt Patrick Koller für sein Tenor-Solo ebenfalls spontanen Applaus. Für die Klavierbegleitung sorgte einmal mehr der Pianist Martin Gallez. Den zweiten Block bestritt das Gast-Duo «ToblerMelzer» als Instrumental-Solisten auf der Mundharmonika und der Gitarre. In höchster Virtuosität beherrschten sie ihre Instrumente, so, wie sie noch kaum im Rheintal wahrgenommen wurden. Ihr ausgewogenes Repertoire reichte vom Blues bis zum Jazz.
Für den Höhepunkt sorgte Noldi Tobler mit seiner Mundharmonika und «Spiel mir das Lied vom Tod». Auch zweistimmig beherrschte er sein Instrument. Nicht minder lobend konnte vom Gitarristen Andy Melzer gesprochen werden. Beide outeten sich auch als begnadete Improvisationstalente. Ihr Repertoire führte über das irische Medley bis hin zum alten Ohrwurm «Wenn es Nacht wird in Harlem».
Nach der Pause war traditionell einmal mehr auch das Publikum gefordert. So sang bald die ganze Saalgemeinschaft mit dem Männerchor das «Schmugglerlied» und «Der alte Jäger vom Silbertannental», begleitet am Klavier von Barbara Koller.
Grosser Applaus und Zugabe
Den letzten Block eröffnete der Männerchor anschliessend mit «Bridge over Troubled Water» von Simon and Garfunkel mit ausgewogenem Chorklang. «Brich mir das Herz» von Megawatt & Gölä brachte ausdrucksstark die im Lied angedeuteten Emotionen zum Ausdruck. Gross war danach der Applaus beim Beatles-Song «Let It Be».
Recht anspruchsvoll kam alsdann das Lied «Nur noch kurz die Welt retten», einfühlend begleitet vom Gitarristen Till Stieger und dem Pianisten Martin Gallez, zu Gehör. Nach dem «Rolling in the Deep» verlangte das Publikum eine Zugabe, für die René Reiter noch einmal das «Sweet Caroline» anstimmte, dessen Refrain vom Publikum lautstark mitgesungen und mit grossem Applaus auch rhythmisch begleitet wurde. Danach klang der Abend in der Sängerbar aus.
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