Ist das Rennen in St. Margrethen wirklich schon gelaufen, wie viele in der Gemeinde glauben? Natürlich war der Vorsprung von SP-Kandidat Armin Hanselmann im ersten Wahlgang überraschend gross. Er lag deutlich vor seinen verbleibenden Konkurrenten Andreas Trösch (parteilos) und Patrick Bollhalder (SVP).
Dass die lokal starke FDP nach dem Ausstieg des eigenen Kandidaten nun Hanselmann unterstützt, ist ein weiteres gutes Argument für den 33-jährigen Einheimischen. Für Trösch und Bollhalder scheint es gelaufen.
Trösch glaubt nach wie vor an seine Chance
Etwas anders sah das noch am Samstagvormittag Andreas Trösch. Wir trafen ihn zufällig im «Rheinpark» beim Einkaufen. Oder auf Stimmenfang? Trösch wirkte gut gelaunt und zuversichtlich. Es werde knapp und er rechne sich durchaus noch Chancen aus, fand er.
Wer wissen will, wie die Wahl ausgeht, schaut morgen kurz nach Mittag auf unserem Portal vorbei. Neben den Resultaten aus St. Margrethen berichten wir auch über die Entscheidungen in Au und Rheineck.
Au: Unterführung für Velos und Fussgänger
In Au wird eine Unterführung für den Fuss- und Veloverkehr vom Eulenweg bis zum ARA-Kreisel geplant. Die Auerinnen und Auer stimmen am Sonntag über einen Kredit von knapp einer Million Franken ab. An einer Informationsveranstaltung Mitte November waren durchaus auch kritische Stimmen zu hören gewesen.
Rheineck: Entwicklung Areal Grüenau
Die Stadt Rheineck will auf einer Fläche von deutlich über 10’000 Quadratmetern den «Grüenaupark» realisieren. Er soll autofrei sein und unter anderem Platz bieten für Miet- und Eigentumswohnungen, Kleingewerbe sowie Familien- und Alterswohnungen.
Weil der Stadt für die Entwicklung und Bebauung eines solchen Areals das Know-how fehlt, möchte sie mehrere Parzellen in ihrem Eigentum, die zusammen den «Grüenaupark» bilden sollen, verkaufen. Ein externer Anbieter soll das Projekt dann planen und bauen. Der gesamte Marktwert aller Parzellen beträgt gut 13 Millionen Franken. Ob ein Verkauf zustande kommt, entscheiden die Rheineckerinnen und Rheinecker an diesem Sonntag.
Kantonale Abstimmungen: Interventionszentrum und Reinraum
Am 30. November stimmt die Bevölkerung des Kantons St.Gallen darüber ab, ob die Kantonspolizei in ein neues Interventionszentrum des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) in St.Margrethen ziehen soll. Hauptvorteil wäre die vereinfachte Zusammenarbeit zwischen Bundesstellen und der Kapo – während 24 Stunden, an einem Ort. Die Miete, die der Kanton jährlich bezahlen müsste, beträgt 2,16 Millionen Franken pro Jahr.
Am gleichen Tag stimmt die St.Galler Bevölkerung über den Reinraum in Buchs ab, er soll erweitert und erneuert werden. In diesem Raum entwickeln St.Galler Unternehmen neue Technologien – von Smartphone-Kameras bis zu Autosensoren. eigenen Kanton. Der Anteil des Kantons St.Gallen beträgt 19,5 Millionen Franken. Bis 2034 dürfen die Kosten den Gesamtbetrag von 22 Millionen Franken nicht übersteigen.
Wahl- und Abstimmungssonntag: St.Margrethen steht im Mittelpunkt, auch Au und Rheineck entscheiden