Am Montagabend hiess Judith Schmidheiny, Präsidentin des Ortsbürgerrats, in der evangelischen Kirche 81 Stimmberechtigte willkommen. Sie gab die Kündigung infolge Pensionierung von Holm Sturm als langjährigem Mitarbeiter im Rebberg bekannt und verabschiedete ihn mit einem Präsent in den Ruhestand. Als dessen Nachfolgerin stellte Schmidheiny mit Jeaninne Köppel eine erfahrene Rebfachfrau vor, die schon mehrfach im Rebberg der Ortsgemeinde gearbeitet hat. Einen Wechsel gab es auch bei den Pächtern. So gab Peter Keel, der seit Jahren 219 Aren Land am Forst bewirtschaftet hat, sein Pachtland an Karl Räss vom Gätziberg ab.
Keine Lieferengpässe mehr
Wie Schmidheiny ausführte, konnte im Weinlager 2026 das geplante Zielniveau erreicht und damit wieder der Normalbetrieb im Weinverkauf sichergestellt werden. Trotz schlechter Wetterbedingungen im Herbst sei eine hervorragende Ernte eingebracht worden: 5175 kg Chardonnay mit 92 Oechsle, 6413 kg Blauburgunder mit 91,8 Oechsle und 3612 kg Johanniter mit 88,8 Oechsle. Als sehr gut bezeichnete die Ratspräsidentin die Zusammenarbeit mit Jens Junkert vom WeinWerk als neuem Kelterer der Ortsgemeinde. Mit Sonja Kuster klappe auch die Weinvermarktung ausgezeichnet. Das Angebot, das auch auf der Homepage der Ortsgemeinde ersichtlich sei, komme bei den Kunden überaus gut an. Erfreulich sei überdies, dass auch der alkoholfreie Traubentau, neu erhältlich auch in der Landi, sehr gut ankomme. Die am Buuremart zustande gekommenen Kontakte hätten sich bestens bewährt.
Im vergangenen Jahr konnten mehrere Vereine auch finanziell von der Ortsgemeinde profitieren, so etwa zwei Schulklassen vom Schulhaus Klaus, die den Laternliweg am Forstrücken geschaffen hatten, sowie das Projekt Pumptrack.
Keine Diskussionen
Die Jahresrechnung schloss mit einem Gewinn von 20'400 Franken, 14'900 Franken besser als budgetiert. Die Weinvorräte im Torkel und Einlagerungen beim Kelterer lägen mit einem Gesamtwert von 15'000 Franken höher als im Vorjahr, nämlich auf dem seit mehreren Jahren angestrebten Zielniveau. Die Ortsbürgerschaft hiess die Jahresrechnung einstimmig gut. Das Eigenkapital wuchs auf rund 454'400 Franken. Das ebenfalls einstimmig genehmigte Budget 2026 sieht einen Überschuss von 10'200 Franken vor.
Herzensprojekt Torkelumbau
Abschliessend informierte Judith Schmidheiny über den vorgesehenen Torkelumbau, dem Herzensprojekt des Bürgerrats. Dessen Vorprojekt, das sich in der Endphase befindet, wurde von Architekt Stefan Büchel kurz erläutert. Im Fokus stehen Sanierungsarbeiten wegen aufsteigender Feuchtigkeit, die Erneuerung der heimatgeschützten Holzfassade sowie eine zeitgerechte Beleuchtung im Innern. Der Finanzierung, so Schmidheiny, blicke der Rat positiv gestimmt entgegen, sei da doch auch mit grosszügiger Unterstützung aus der Bevölkerung und Beiträgen von Stiftungen und Ämtern zu rechnen. Als Ziel werde verfolgt, noch in diesem Jahr die finale Ausarbeitung abschliessen zu können.
Wechsel im Rebberg der Ortsgemeinde: Auf Holm Sturm folgt Jeaninne Köppel