Die Feuerwehren Rebstein-Marbach (Rema), Altstätten-Eichberg, Oberriet und Rüthi-Lienz leisteten im vergangenen Jahr insgesamt 229 Einsätze. Das sind zwar 12 weniger als im Vorjahr, doch die Statistik trügt bezüglich der Belastung: Mit insgesamt 4836 Einsatzstunden leisteten die Angehörigen der Feuerwehr (AdF) 262 Stunden mehr als im Vorjahr.
22 wetterbedingte Einsätze
Der Grund liegt in der Intensität der Ereignisse: Allein 52 Aufgebote – rund 40 Prozent der Gesamteinsätze – galten der Brandbekämpfung. Glücklicherweise blieb das Oberrheintal 2025 von grösseren Unwettern verschont, sodass lediglich 22 wetterbedingte Einsätze (Wasserschäden oder umgestürzte Bäume) zu verzeichnen waren.
Besonders hervorgehoben wurde die hervorragende interkommunale Zusammenarbeit: Bei vier Bränden unterstützten AdF aus dem gesamten Verbandsgebiet die jeweilige Ortsfeuerwehr in der Führungsunterstützung. Auch die Weiterbildung kam nicht zu kurz: Am regionalen Kadertag in Altstätten vertieften 96 Offiziere und Unteroffiziere ihr Wissen.
Ehrungen und personelle Stabilität
Die Delegierten genehmigten Protokoll und Jahresbericht einstimmig. Ein besonderer Moment war die Ehrung von Ivo Graf (Feuerwehr Rebstein-Marbach), der für stolze 30 Dienstjahre ausgezeichnet wurde. Als Anerkennung für seine langjährige Treue erhielt er ein graviertes Feuerwehrsignalhorn.
Zum Abschluss der Versammlung richtete Präsident Peter Keel das Wort an die Gäste und betonte die fundamentale Bedeutung des Schweizer Milizsystems. Er verschwieg dabei die Herausforderungen nicht: Die Vereinbarkeit von Beruf und Nebenamt sowie eine sinkende Bereitschaft zur langfristigen Verpflichtung fordern die Feuerwehren heraus.
Keel äusserte die Hoffnung auf eine gesellschaftliche Trendwende, damit sich die Bevölkerung wieder vermehrt in allen Bereichen des Milizwesens engagiert. Sein besonderer Dank galt den anwesenden Feuerwehrleuten: «Sie sind es, die den Milizgedanken aktiv leben und dafür sorgen, dass diese wichtige gesellschaftliche Stütze in der Schweiz weiterbesteht.»
Nach dem offiziellen Teil stand die Pflege der Kameradschaft bei einem gemeinsamen Abendessen im Feuerwehrdepot Rüthi im Mittelpunkt.
Weniger Einsätze aber mehr Aufwand: 4836 Einsatzstunden geleistet