Am Samstag steht für Faustball Widnau die Entscheidung um die «Final 4»-Teilnahme an. Mit zwei bitteren Niederlagen am letzten Wochenende haben die Rheintaler ihre komfortable Ausgangslage im Kampf um den Finalevent verspielt und müssen nun zittern. In Affeltrangen treffen sie auf den STV Affeltrangen sowie die FG Fricktal.
Die Ausgangslage ist eindeutig. Gewinnt Widnau beide Partien mit 3:0 Sätzen, ist die Qualifikation für den Finalevent gesichert. Doch schon ein einziger Satzverlust könnte die Hoffnungen erheblich schmälern. Sollten gar zwei Sätze abgegeben werden, wären die Widnauer auf Schützenhilfe angewiesen. Und dies ausgerechnet vom aktuellen Tabellenschlusslicht aus dem Fricktal.
Entsprechend hoch ist die Anspannung im Widnauer Lager. Affeltrangen, aktuell auf Rang vier, wird alles daran setzen, Widnau auf Distanz zu halten. Für die Rheintaler sind zwei Siege Pflicht, wenn sie die Saison verlängern möchten. Im ersten Spiel trifft Widnau auf die FG Fricktal, im zweiten kommt es zum wahrscheinlich entscheidenden Duell mit Affeltrangen. Für Widnau heisst es: alles oder nichts. Spielbeginn auf dem Sportplatz in Affeltrangen ist um 15 Uhr.
Diepoldsau will sich mit Anstand verabschieden
Der SVD Diepoldsau-Schmitter trifft in Neuendorf auf die Gastgeber und Rickenbach-Wilen. Nachdem die Rheintaler in der letzten Runde zweimal verloren, geht es für sie um ein versöhnliches Saisonende. Weder ein Abstieg noch eine Teilnahme am Finalevent ist noch ein Thema. Der SVD wird mit einem etwas dezimierten Kader anreisen. Malik Müller, Dreh- und Angelpunkt der Rheininsler, hat sich beim Aufwärmen für ein Unihockeyspiel einen Bänderriss im Knöchel zugezogen. Auch der zurückgetretene Christian Lässer spielt nicht mehr.

Im ersten Spiel geht’s gegen die Neuendorfer. Diese haben zwar noch theoretische Chancen auf die Qualifikation für das «Final 4», diese sind aber verschwindend klein. Diepoldsau hat mit den Solothurnern noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel unterlagen die Rheininsler nach packendem Fünfsatzkrimi 2:3. Das Hauptproblem waren die präzisen Services sowie die wuchtigen Rückschläge von Dominik Rhyn. Da er an den World Games in Chengdu stark aufgespielt hat, ist erneut mit einem starken Auftritt des Solothurner Topspielers zu rechnen.
Danach geht’s gegen RiWi weiter. Für den Gegner ist das Thema Abstieg noch nicht vom Tisch. Zwar hat Fricktal bisher nur einmal gewonnen, dennoch könnte es RiWi mit einem Sieg und dem besseren Satzverhältnis überholen und den Schritt in die Barrage machen. Stand jetzt würde Aufsteiger Fricktal wieder absteigen und RiWi sich in der Barrage gegen die besten NLB-Teams behaupten müssen. Im dritten und letzten Spiel des Tages kommt es zum Duell zwischen Neuendorf und RiWi. Damit endet eine intensive Qualifikationsphase, in der es für einige Teams um Titelchancen und für andere um den Klassenerhalt ging – und die nun für Diepoldsau ihren Abschluss in Neuendorf findet.
Widnau kämpft noch, Diepoldsau ist schon ausgeschieden