Liebe Leserinnen und Leser, vielleicht haben Sie wie ich vergangenes Wochenende den Super Bowl verfolgt, oder Sie finden, dass dies ein «Seich» ist. Sicher haben Sie aber mitbekommen, dass mit Green Day als Eröffnungsband und mit Bad Bunny als Halbzeitshow zwei Künstler mitwirkten, die mit der Regierung unter Donald Trump nicht gerade zufrieden sind.
Täglich erreichen uns Informationen über Vorfälle oder «Unfälle», die die USA und auch uns in Aufregung versetzen. Doch was stimmt denn nun, und was sind Fake News?
Einer ähnlichen Frage in Bezug auf ChatGPT bin ich mit meinen Konfirmandinnen und Konfirmanden nachgegangen:
Stimmt das alles, was es uns angibt, oder doch nur ein Teil? Was ist Wahrheit und was Propaganda?
Nachprüfen, ob etwas wirklich so ist, wie es dargestellt wird, ist meist schwierig, denn wir waren ja nicht dabei. Und blindes Vertrauen ist meist auch nicht ratsam.
Jugendliche lernen, Meinungen von Fakten zu trennen
Meine Konfirmandinnen kamen auf folgenden Schluss: Ich muss mich möglichst breit informieren und Fakten von Meinungen trennen, um mir ein möglichst gutes und neutrales Bild zu machen. Klingt logisch, ist aber gar nicht so einfach. Da wir Menschen mit gewissen Themen alle unsere eigenen Vorerfahrungen haben, neigen wir dazu, die Dinge meist nicht neutral, sondern emotional zu begutachten. Doch ist das eine Schwäche?
Ich denke, dass in jedem Menschen ein von Gott gegebener Sinn für Gerechtigkeit innewohnt. Dieser kann aber nur richtig funktionieren, wenn wir die Dinge nicht kurzfristig lösen wollen, sondern auch bedenken, welche Konsequenzen unser Handeln oder Nicht-Handeln nach sich ziehen.
Fahre ich ein Auto, das zwölf Liter Benzin pro 100 Kilometer verbraucht, obwohl ich es nicht brauche? Oder bemühe ich mich um die Erhaltung der Schöpfung und das Wohl des Planeten?
Verurteile ich eine Person, ohne sie zu kennen, oder versuche ich, meinen Mitmenschen mit Nächstenliebe zu begegnen?
Schiebe ich Flüchtlinge ab in dem Wissen, dass ich damit vermutlich ihr Todesurteil unterzeichne, oder nehme ich die Verantwortung wahr und behandle meine Mitmenschen so, wie auch ich behandelt werden möchte?
Die Konfirmanden machen sich Gedanken zu solchen Fragen, ich hoffe, Sie auch. Wenn wir uns an Gott und an Jesu Lehren orientieren, bleibt mir die Hoffnung, dass wir die richtigen Antworten für diese Fragen finden.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag.
Wie wir zwischen Football, Politik und Nächstenliebe Wahrheit finden