Kantonsweit waren Ende Juni 11 419 Personen bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als stellensuchend gemeldet. Das sind 934 mehr als vor einem Jahr und 9 weniger als Ende Mai. Der Rückgang gegenüber dem Vormonat betrug 0,1 Prozent und fiel damit schwächer aus, als für den Juni üblicherweise zu erwarten ist. Die Entwicklung entspricht weitgehend jener in der gesamten Schweiz, wo die Zahl der Stellensuchenden im Jahresvergleich um 9,1 Prozent zunahm.
Besonders deutlich stieg die Zahl der Stellensuchenden im Dienstleistungssektor. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 12,8 Prozent auf 7166 Personen. In Industrie und Gewerbe fiel die Zunahme mit 3,6 Prozent auf 4074 Stellensuchende geringer aus. Bei den Altersgruppen verzeichneten die 15- bis 24-Jährigen mit einem Plus von 15 Prozent den stärksten Anstieg. Bei den 25- bis 49-Jährigen lag die Zunahme bei 7,8 Prozent, bei den über 50-Jährigen bei 9 Prozent.
Rheintal steht vergleichsweise gut da
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Die stärksten Anstiege wurden in See-Gaster (+24,9 Prozent), im Toggenburg (+24,4 Prozent), im Wahlkreis Rorschach (+15,6 Prozent) und im Sarganserland (+15,2 Prozent) registriert. Unter dem kantonalen Durchschnitt blieben neben dem Rheintal auch die Wahlkreise Wil (+6,8 Prozent), St.Gallen (+2,3 Prozent) und Werdenberg (+2,3 Prozent).
Mehr offene Stellen
Die Zahl der offenen Stellen stieg gleichzeitig deutlich an. Ende Juni waren bei den St.Galler RAV 4443 Stellen gemeldet. Das sind 903 mehr als im Vormonat und 819 mehr als vor einem Jahr. Rund zwei Drittel der Stellen stammen aus meldepflichtigen Berufen. Besonders gesucht werden Hilfsarbeitskräfte, Mitarbeitende in Dienstleistungsberufen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Fachkräfte im Handwerk.
Für Juli haben 41 Betriebe im Kanton Kurzarbeit für 1246 Mitarbeitende vorangemeldet. Gegenüber dem Vormonat sank die Zahl der Betriebe um vier und jene der betroffenen Beschäftigten um 344. Die Gesuche stammen aus Industrie- und Gewerbebetrieben in allen Regionen des Kantons und werden laut Amt vor allem mit der konjunkturellen Lage begründet.
Zahl der Stellensuchenden steigt im Rheintal gegenüber Vorjahr – aber weniger stark als im Kanton