Nach vier Jahren Ausbildung erhielten eine Zimmerin und 39 Zimmermänner das Eidgenössische Fähigkeitszeugnis EFZ. Durch die Lehrabschlussfeier führte Elena Weiler, Leiterin Bauberufe am BZBS. Sie sprach davon, dass ein starkes Bauwerk ein stabiles Fundament brauche. In den letzten vier Jahren sei dieses durch die neuen Berufsleute erschaffen worden.
Stefan Gurtner, Prorektor des BZBS, ging in seiner Begrüssung darauf ein, dass der Beruf Zimmermann / Zimmerin Tradition und Zukunft vereine. Es brauche die Fähigkeit, mit den eigenen Händen etwas Bleibendes zu schaffen. Die Arbeit sei sichtbar, greifbar und bleibe oft über Generationen bestehen. «Der Abschluss öffnet Türen, sich entwickeln zu können. Gehen Sie Ihren Berufsweg mit Stolz», richtete er seine Worte direkt an die Zimmerleute.
«Hoch lebe die Zimmermannskunst»
Dario Jäger, Sektionspräsident Rheintal-Sarganserland von Holzbau Schweiz, sprach von einem besonderen Tag. Beim Start vor vier Jahren seien die Muskeln noch nicht so ausgebildet gewesen wie heute. «Die jungen Berufsleute haben durchgehalten, sie haben Fleiss, Ausdauer und viel Herzblut gezeigt», sagte Dario Jäger und liess sich von seinen Emotionen leiten: «Hoch lebe die Zimmermannskunst». Die Branche brauche kreative und motivierte Leute, die offen für Neues seien. Er rief dazu auf, mutig und stolz den Weg als Zimmerleute zu gehen.
Total wurden etwa 25 500 Schrauben gebraucht
Marcel Lehmann, Chefexperte, erläuterte die Prüfungsergebnisse. Er freute sich vor allem darüber, dass die Prüfungen unfallfrei verlaufen sind. Im Kanton St. Gallen (mit Glarus und Liechtenstein) sind 107 Kandidatinnen und Kandidaten zum Qualifikationsverfahren angetreten. 40 Abschlüsse gab es am BZBS in Buchs.
Der Chefexperte ging auf die zweitägige praktische Prüfung und auf den schriftlichen Teil ein. Total wurden etwa 25 500 Schrauben gebraucht. Klar ist laut Marcel Lehmann, dass der Beruf der Zimmerleute nicht so schnell durch KI ersetzt werden kann. Felix Schumacher, Fachschaftsleiter Zimmerleute und Klassenlehrperson, übergab mit der anderen Klassenlehrperson Reiner Toniolo und mit Dario Jäger die Zeugnisse. Die Absolventin und die Absolventen wurden bei der Zeugnisübergabe mit einem Steckbrief kurz vorgestellt. Es wurde ersichtlich, dass die meisten von ihnen auf dem Beruf weiterarbeiten werden. Genannt wurden auch geplante Weiterbildungen sowie das Erlernen eines Zweitberufs.
Vom Verband Holzbau Schweiz wurden die Absolventen mit den besten Gesamtnoten geehrt. Die Peter-Heule-Stiftung fördert junge Handwerker. So erhielten die drei Zimmermänner mit den besten Noten einen Geldpreis.
Freuen konnten sich Marvin Bösch (5,4), David Graber (5,4) und Mirco Keller (5,3). Vor dem Apéro im BZBS sagte Elena Weiler: «Sie haben einen ersten Stein für das eigene Bauwerk gelegt. Nehmen Sie die Freude für das Handwerk mit.»
Absolventinnen und Absolventen der Region
Samuel Büchler, Marbach, Schönauer AG Rebstein; Lino Jonathan Ritz, Balgach, Hauser Holzbau Marbach AG Marbach; David Thoms, Berneck, Gautschi St. Margrethen; Mario Baumer, Diepoldsau, Gautschi St. Margrethen; Severin Daniel Benz, Altstätten, Kobelt AG Marbach; Marvin Bösch, Rüthi, Gächter & Co. AG Rüthi; Luan Galli, Marbach, Kobelt AG Marbach; David Graber, Altstätten, Schönauer AG Rebstein; Finn Herter, Diepoldsau, Sprenger Holzbau AG Montlingen; Mirco Keller, Lüchingen, Schönauer AG Rebstein; Josua Kunz, Rorschacherberg, S. Tobler Holzbau AG Thal; Jeremy Lenherr, Grabs, Gächter & Co. AG Rüthi; Beat Christof Leuener, Marbach, Schönauer AG Rebstein; Luin Manser, Altstätten, Frei Holzbau AG Kriessern; Jan Steger, Oberriet, Gächter & Co. AG Rüthi; Andrin Thurnheer, Balgach, Frei Holzbau AG Kriessern; Joel Untersander, Rüthi, Alpiger Holzbau AG Sennwald.
Zimmerleute starteten mit ihrem Abschluss motiviert ins Berufsleben