Faustball 26.02.2026

Zwei Diepoldsauer Teams reden um die Meistertitel mit

An diesem Wochenende findet in Wängi mit dem «Final 4» der Event statt, in dem die Hallenmeistertitel vergeben werden. Berechtigte Hoffnungen machen sich auch die beiden Fanionteams des SVD Diepoldsau-Schmitter.

Von lju
aktualisiert am 26.02.2026

Am Wochenende steigt die grosse Faustballparty. Die besten Teams der Schweiz kämpfen um den Einzug in den Final – und mittendrin sind die Frauen und die Männer aus Diepoldsau. Dass sich beide Teams für den Finalevent qualifiziert haben, unterstreicht die starke Arbeit des Vereins von der Rheininsel.

Den Auftakt machen die Frauen mit dem Halbfinal gegen die ewigen Rivalinnen aus Jona. Die Affiche verspricht Hochspannung, denn die Begegnungen zwischen den beiden Teams hatten in den letzten Jahren immer Endspielcharakter. Danach greifen die Männer ein und treffen auf Elgg-Ettenhausen – ein Duell auf Augenhöhe, das kaum Prognosen zulässt.

Frauen qualifizierten sich mit starkem Schlussspurt

Die Frauen sicherten sich ihren Platz am «Final 4» auf den letzten Drücker. Umso grösser dürfte die Motivation sein, nun diese Chance zu packen. Es winkt der siebte Titel in den letzten acht Jahren; eine eindrückliche Bilanz, die ihre Dominanz dokumentiert. Bitter ist jedoch die Erinnerung, dass ausgerechnet der Halbfinalgegner die Serie beim Heim-Finalevent 2022/23 unterbrochen hat.

Die bisherige Saisonbilanz gegen Jona ist düster, dennoch gehen die Diepoldsauerinnen mit viel Selbstvertrauen ins Halbfinale. Denn wie so oft, haben sie ein Ass im Ärmel, das in den beiden 0:3-Niederlagen fehlte: Tanja Bognar. Mit der erneut zur Weltfaustballerin des Jahres gekürten Ausnahmespielerin hat der SVD internationale Klasse und enorme Durchschlagskraft im Angriff. Ihre Präsenz verleiht dem Team nicht nur spielerische Qualität, sondern auch mentale Stärke. Ob dies reicht, um die Quali-Siegerinnen zu bezwingen, zeigt sich am Samstag.

Im zweiten Halbfinal stehen sich Elgg-Ettenhausen und Kreuzlingen gegenüber. Die Grenzstädterinnen gehen favorisiert ins Spiel. Mit ihren wiedergenesenen Angreiferinnen bieten sie viel Offensivpower, während Elgg nach dem Abgang der Familie Lang personell geschwächt ist.

Männer haben fast den Qualifikationssieg geholt

Bei den Männern war vor der Saison kaum absehbar, wo sich der SVD einreihen würde. Mit den Comebacks von Manuel Sieber und Lukas Lässer gewann das Team Erfahrung, Stimmung und Führungsqualität. Die Mischung aus Routine und Kampfgeist machte sich bezahlt. Lange lagen die Diepoldsauer an der Spitze, ehe sie den Quali-Sieg am letzten Spieltag noch aus der Hand gaben.

Die Männer wollen zum vierten Mal in Serie den Final erreichen.
Die Männer wollen zum vierten Mal in Serie den Final erreichen.
Bild: Jan Felde

Nun soll der vierte Finaleinzug in Folge perfekt gemacht werden. Als Zweitplatzierte treffen die Rheintaler im Halbfinal auf Elgg-Ettenhausen. Die beiden bisherigen Duelle in dieser Saison hätten ausgeglichener kaum sein können: Beide Teams gewannen einmal, und die Resultate spiegelten sich mit 3:2 und 2:3. Es ist also alles angerichtet für ein packendes Spiel.

Den zweiten Halbfinal bestreiten Oberentfelden und Affeltrangen. Titelverteidiger Oberentfelden gilt als Favorit, doch das junge, unbeschwerte Affeltrangen hat schon oft bewiesen, für Überraschungen gut zu sein. Der Zeitplan verspricht ein emotionales Wochenende. Am Samstag um 13.30 Uhr eröffnen die Frauen des SVD das Geschehen aus Diepoldsauer Sicht, um 17.15 Uhr folgt der Auftritt der Herren. Für die Fans bietet sich damit die Chance auf einen perfekten Tag mit zwei Finaleinzügen und einem weiteren Kapitel in der erfolgreichen Vereinsgeschichte.

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