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Zwei Weltmeistertitel für die Altstätter Schwarzpulverschützen

In der letzten Woche fand im österreichischen Eisenstadt die Weltmeisterschaft der Vorderladerschützen statt. Meistertitel feierten für das Rheintal Jenny Mosch und Herbert Grad.

Von WiW
aktualisiert vor 31 Minuten

Am Wochenende vor den Wettkämpfen reisten die Rheintalerinnen und Rheintaler im Nachtzug oder im Wohnmobil ins Burgenland. Die Schweizer Delegation bestand aus 25 Teilnehmenden, vier von ihnen stellten die Schwarzpulverschützen Altstätten.

Nach dem Akklimatisieren im beschaulichen, 16000 Einwohner zählenden Eisenstadt war der Montag ein Trainingstag. Im Wettkampf standen dann stolze 40 Disziplinen, unterteilt in Original und Replika, zur Einschreibung bereit. Der Schweizer Verband reservierte die Scheiben, ehe am Dienstag der Wettkampf begann. Es galt, das fünf Zentimeter kleine Zentrum aus 25, 50 oder 100 Meter zu treffen. Für glattläufige Lunten- und Steinschlossmusketen ist das Zentrum 8cm gross. Von 13 abgegebenen Schüssen wurden die besten zehn gewertet. Bei idealen Wetter- und Sichtverhältnissen gelangen der Rheintaler Vertretung sehr gute Resultate.

Von den 25 Schweizer Podestplätzen gingen acht nach Altstätten. Jenny Mosch gewann mit dem Perkussionsgewehr liegend auf 100 Meter mit 91 Punkten Gold und darf sich Weltmeisterin nennen. Auf 50m stehend holte sie mit 89 Punkten Bronze. Auch Herbert Grad gewann mit dem Steinschlossgewehr liegend auf 100m im Team Gold, in der Einzelwertung gewann er mit 88 Punkten Silber.

Andi Mosch holte mit dem Luntengewehr stehend auf 50m mit dem Team Silber sowie kniend mit der Lunte im Team ebenso Bronze wie mit dem Steinschlossdienstgewehr stehend im Team. Inge Grad gewann mit dem Perkussionsgewehr auf 100 Meter mit 88 Punkten die Bronzemedaille. Zudem erreichte sie im Team Amazons den undankbaren vierten Rang. Andi Mosch erreichte in der Kategorie Gustav-Adolph im Team den fünften Rang und im Einzel in den Kategorien Tanegashima und Hizadai je den siebten Platz. Mit den verschiedenen Zündsystemen – Lunte, Stein und Zündhütchen – traten keine Probleme auf. Das zeigt, wie qualitativ hochwertig die 300-jährigen Waffen heute noch sind.