Montlingen vor 1 Stunde

Die Schützenfrauen reisten in die Vergangenheit

Nachdem auch das verschlafene Murmeltier eingestiegen war, reiste die Frauenschar der Montlinger Feldschützen kürzlich ins Zürcher Oberland.

Von Werner Wittwer
aktualisiert vor 54 Minuten

Der umsichtige Fahrer beförderte die Frauen bis zum Bergsboden, wo Kaffee und Gipfeli auf sie warteten. Nach kurzer Pause ging’s weiter bis Hinwil. Dort angekommen, wurde mit einem Rosé angestossen, die Batzen gezählt und auf gute Geschäfte gehofft. Einige Frauen besuchten bereits die Gastronomie, die anderen suchten an den Marktständen ein Geschenk für ihre zu Hause gebliebenen Männer aus. Die Auswahl an Kochkellen, Wallhölzern und Eisenpfannen war gross.

Das Wetter zeigte sich durchzogen, mal Regen, mal Sonnenschein, aber bei Gaukelei, Schabernack, Ritterspielen und dem Umzug aller Künstler und Lagertruppen wurde das Wetter vergessen. Nach dem Ritterturnier mussten auch die Frauen um Ruhm und Ehre kämpfen. Am Bogenschützenstand versuchte jede Frau mit ihrer eigenen Technik, den Pfeil ins Rot zu treffen. Durch die akrobatischen Leistungen konnten sie einen Sonderpreis erfeilschen. Die beste Schützin war Mäggi, gefolgt von Silvia, den dritten Platz belegte Chelvi. Die Henkerey durchstreifte den Markt – nicht alle wollten die mittelalterlichen Foltermethoden kennenlernen. Der Mittelaltermarkt bot Handwerkskünste, mittelalterlichen Schmuck, Kleidung, Taschen und viele Kuriositäten an.