Inszeniert wurde das Stück von Manuela Fiorini und Petra Merz Kellenberger. Im Mittelpunkt steht die siebenjährige Julia, von allen Julchen genannt, die voller Vorfreude auf Weihnachten ist und vom Christkind träumt, welches ihr im Traum sogar ein Buch schenkt. Als sie erfährt, dass es das Christkind angeblich gar nicht gibt, ist sie wütend und enttäuscht, dass sie von allen angelogen wurde. Um der Sache auf den Grund zu gehen beschliesst sie, auf dem Weihnachtsmarkt die Menschen zu befragen.
Doch die meisten sind entweder zu beschäftigt oder wissen selbst nicht so recht, was Weihnachten eigentlich bedeutet. Keine der Antworten kann Julchen wirklich zufriedenstellen. Erst die Begegnung mit einer älteren Dame gibt ihr eine tröstliche Antwort: Weihnachten erinnert an die Geburt Jesu Christi. Die Dame erzählt Julchen von der ersten Weihnacht und schenkt ihr zum Schluss sogar ihre Bibel – das geheimnisvolle Buch aus Julchens Traum.
Musikalisch untermalt wurden die Szenen vom Kinderchor Volcalino unter der Leitung von Michaela Loher. Lieder wie «Ich habe geträumt heute Nacht», «Hüt, hüt isch Wiehnacht», «En leere Stall» und «So könnte Weihnachten werden» verliehen dem Musical eine besondere Atmosphäre. Ein Erzähler führte mit Ergänzungen durch die Handlung und half dem Publikum, der Geschichte zu folgen. Am Heiligabend führten die Kinder das Musical im Rahmen des ökumenischen Familiengottesdienstes in der vollbesetzten katholischen Kirche Widnau erneut auf. Die Gäste honorierten die grossartige Leistung der Kinder an beiden Anlässen mit grossem Applaus.
Gelungene Aufführung des Weihnachtsmusicals «Die sonderbare Nacht»