Es galt, den besten Kanonier im Rheintal zu ermitteln. Dafür standen vier Kanonen mit einer Rohrlänge von je 40 Zentimetern zur Verfügung. Unter fachkundiger Anleitung und bester Betreuung gaben die Teilnehmenden jeweils drei Schüsse auf eine Distanz von 25 Metern ab.
Die Kanonen wurden mit 4,6 Gramm feinem Schwarzpulver geladen. In das glatte Rohr kam eine 12,44-Millimeter-Kugel, eingefasst in einen Stoffmantel, wodurch Überschallgeschwindigkeit erreicht wurde. Da die Kanonen über keine Visierung verfügen, musste über die linke Kante des Rohres gezielt werden.
Vor dem Anzünden der Ladung mit der Lunte war das klare Kommando «Achtung Feuer» Pflicht. Bei der Zündung der Ladung folgte ein gewaltiger «Chlapf», begleitet von sprühenden Funken. Trotz winterlicher Temperaturen wurden gute Resultate erzielt – nicht zuletzt, weil die Rohre aufgrund des grossen Andrangs kaum Zeit hatten abzukühlen.
Bei den Gästen gewann Nikolaus Büchel vor Sascha Schegg und Anton Eberhardt. In der Kategorie der Profis siegte Traugott Büchel, gefolgt von seinem Enkel Elia Büchel und Milena Klien auf dem dritten Rang.
Nach dem Schiessen konnten sich die Teilnehmenden bei einer offerierten Gerstensuppe aufwärmen und den Anlass gemütlich ausklingen lassen.
Gewaltiger Chlapf und ruhige Hand beim Kanonenschiessen