Mit dem Glockengeläut vom benachbarten Marien-Heiligtum am Binnenkanal kündigte die über 20-köpfige Chorgemeinschaft zur Überraschung des Jubelpaares ihr Kommen an. Sinnigerweise hiess es dann im Begrüssungslied für einmal nicht «Glocken der Heimat», sondern «Hochzeits-Glocken». Sichtlich überrascht und freudestrahlend wurde die Sängerschar von der Familie Schmid willkommen geheissen. Seitens Letzterer war es an Stefan Spirig, Köbi Schmid einerseits zu seinem im Frühjahr gefeierten 91. Geburtstag und andererseits aktuell ihm und seiner Gattin zum 65. Hochzeitstag zu gratulieren. Auf den Tag genau vor 65 Jahren hatten sie einander das Ja-Wort gegeben und dieses bis heute eisern gehalten.
Die Eiserne Hochzeit als heutzutage überaus seltenes Jubiläum war denn auch für die 20 ehemaligen Sängerkollegen eiserne Pflicht, für ein Ständchen anzutreten, das die Tochter Beatrice arrangiert hatte. Mit einem Blick auf Köbis Wirken stellte Stefan Spirig fest, dass Köbi während vieler Jahre im Männerchor Widnau bis zu dessen Auflösung im Jahr 2022 mitgewirkt habe. Von 2015 bis 2024 habe er dann im Leica-Chor als starker 1. Bass, als treuer, toller, stets fröhlicher Sängerkamerad, mitgesungen. Sozusagen alle beim Ständchen unter der Leitung von Franz Canaval dargebotenen Lieder hatte Köbi am vergangenen Sonntag noch auswendig mitgesungen. Dabei kamen bei ihm auch viele Erinnerungen an die früheren Zeiten auf, von denen am Tisch auch die eine oder andere Begebenheit zur Sprache kam. Selbstverständlich bei bester Bewirtung seitens der gastgebenden Familien der Nachkommen. Nur allzu schnell war der schöne Nachmittag vorbei und den Sängerkollegen bleibt nur noch der Wunsch auf eine weiterhin gute Zukunft des Jubelpaares.
Hochzeits-Glocken für Köbi und Anni Schmid