Organisiert wurde der Anlass von Kirchenvorsteherin Yvonne Kälin und Diakon Urs Noser. Mit dabei war auch die Ende März frisch gewählte neue Pfarrerin der Gemeinde, Semira Roth.
Die Reise begann mit der Fahrt über den Stoss nach Gais. Eine Fahrt, die trotz des recht dunstigen Wetters eine prächtige Aussicht über das Rheintal und die Vorarlberger Bergwelt bot. Dann ging es weiter über Bühler nach St.Gallen und in den Osten der Stadt. Hoch über dem Stephanshorn erreichte die Gesellschaft das Aussichtsrestaurant und genoss da die eindrückliche Sicht über den Bodensee sowie ein vorzügliches Mittagessen. Nach der erfrischenden Glace und einer gemütlichen Kaffeerunde brachte der Bus die Gäste zum Botanischen Garten in die Stadt zurück.
Geführt von zwei kompetenten Gartenpädagoginnen und aufgeteilt in zwei übersichtliche Gruppen, spazierten die Besuchenden durch die aktuelle Sonderausstellung «Vom Kosmos zur Knospe». Anschaulich erzählten die Führerinnen Wissenswertes zur Evolution und zur Entwicklungsgeschichte der Pflanzenwelt. So erfuhr man zum Beispiel, wie sich die Blütenpflanzen und ihre Bestäuber gegenseitig in der Entwicklung beeinflussten und anpassten. Oder wie Pflanzen lernten, sich gegen ihre Fressfeinde zum Beispiel mit Stacheln zu schützen. Interessant waren auch die Ausführungen zu den Riesenschwimmblättern der Seerose Victoria und der Einblick in das Wissen zur Kräutermedizin des mittelalterlichen Arztes und Naturphilosophen Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493 bis 1541).
Auf dem Heimweg wurde in der evangelischen Kirche St. Margrethen eine kurze Rast eingelegt. Die herrlichen Landschaftsbilder und erhebenden Aussichten am Stoss und auf Guggeien sowie die bunte Blumenwelt im Botanischen Garten inspirierten die junge Altstätter Pfarrerin zu einer kurzen Andacht über ein Lied von Joachim Neandertaler (1650 bis 1680). Der bedeutende evangelische Kirchenmusiker und Liederdichter ist Autor des Liedes 350: «Himmel, Erde, Luft und Meer». Wie auch schon der Psalm 19 «Gottes Herrlichkeit in seiner Schöpfung» preist in seinem Lied Joachim Neandertaler Gott als den Schöpfer, der sich in seinem unvergleichlichen Werk manifestiert. Texte also, die für ein kurzes Innehalten zum Ende des gehaltvollen Ausflugs nicht besser gewählt sein konnten.
Wohlgelaunt und für den Alltag gestärkt kehrten die Senioren der Kirchgemeinde nach Altstätten zurück.
Seniorinnen und Senioren erkunden die Pflanzenwelt