Region 24.08.2026

Velotour von PluSport Vorderland

Seit beinahe fünf Jahrzehnten organisiert der PluSport Vorderland an einem Wochenende Ende August für seine Mitglieder eine Velotour durch die Ostschweiz. Der aufwendige Anlass erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit.

Von Hannes Friedli
aktualisiert am 24.08.2026

Am Samstagmorgen des 15. August besammelte sich die 36-köpfige Gruppe, bestehend aus Velofahrern und Velofahrerinnen mit einer Beeinträchtigung, Verkehrskadetten und -kadettinnen, Tandem- und Rollfietfahrern und -fahrerinnen und der Besenwagenfahrerin vor der Postautogarage in Heiden, um vor der Tour den Instruktionen von Tour-Leiter Martin Böhler zuzuhören. Das Wichtigste: unfallfrei, aber mit Freude durchs Wochenende zu radeln und bei den herrschenden Temperaturen stets genug zu trinken und sich einzucremen. Das Tagesziel war Stein am Rhein. Erst einmal ging es mit der Bahn nach Rorschach, wo die Zweiräder schon aufgereiht bereitstanden.

Die erste Etappe führte dem Bodensee entlang Richtung Untersee auf einer sorgfältig ausgesuchten Route, einmal dem See entlang, dann wieder in den Hügeln über dem Bodensee. Möglichst verkehrsarm und immer wieder unterbrochen, um im Schatten nötige Abkühlung zu finden. Das Mittagessen nahmen die Radler und Radlerinnen in einer Schenke unter Obstbäumen oberhalb von Altnau ein.

Am Nachmittag trampelten die Teilnehmenden trotz Hitze unverdrossen durch die sanft hügelige Landschaft und die malerischen Dörfer des Unterthurgaus, dem Untersee entlang dem Ziel entgegen: der Jugendherberge bei Stein am Rhein. Trotz verspäteter Ankunft konnten alle das wohlverdiente Abendessen und die Duschen geniessen. Am Samstagabend versprachen schwere Wolken und Wetterleuchten Regen und Abkühlung. Aber kein Tropfen erreichte den Aufenthaltsort der Radfahrer und Radfahrerinnen.

Am Sonntagmorgen, nach einem stärkenden Frühstück, ging es auf angenehmen Radwegen weiter Richtung Radolfzell und dem deutschen Ufer des Untersees. Die Sonne brannte dank vieler Wolken nicht mehr so stark auf die Teilnehmenden. Dennoch bot eine Bewässerungsanlage eine erste, hochwillkommene Abkühlung. Halte im Schatten von Bäumen machten die Tour durch wunderbare Landschaften auch sehr angenehm. Die Durchquerung der Stadt Konstanz war eine logistische Herausforderung. Dank vorheriger Instruktion und sehr kompaktem Tross konnten die verkehrsreichen Passagen heil durchfahren werden. In Kreuzlingen mit Seeblick ass die Gruppe zu Mittag. Einigen Teilnehmenden war die Müdigkeit langsam etwas anzusehen. Aber der guten Laune tat das keinen Abbruch. Insbesondere der berechtigte Stolz auf das Geleistete bei der Ankunft beim Bahnhof Romanshorn war bei allen gut sichtbar.

Wenn man von einem glimpflich abgelaufenen Sturz, leichten Sonnenbränden und manchen bleischwer anmutenden Beinen absieht, war auch die diesjährige Velotour unfallfrei. Das Glück, bei einem grossartigen Anlass Ausserordentliches erlebt und geleistet zu haben, überwog bei Weitem.