Diepoldsau 15.07.2025

Wallfahrt nach Ziteil: Ankommen im Glauben

In den frühen Morgenstunden vom Sonntag 6. Juli, versammelte sich die Pilgergruppe Diepoldsau-Schmitter zum gemeinsamen Bittgang nach Ziteil.

Von Markus Spirig
aktualisiert am 15.07.2025

Mit Privatautos gings los Richtung Oberhalbstein. Der Aufstieg begann bei der Alp Munter oberhalb von Salouf, am Fusse des Piz Curvér – von hier führt der Weg zum höchstgelegenen Wallfahrtsort Europas. Während der Tag langsam erwachte und ideales Wetter herrschte, machten sich die Pilgernden auf den Weg.

Schon bald beleuchteten die ersten Sonnenstrahlen das weisse Wegkreuz, das unübersehbar in der eindrucksvollen Berglandschaft steht. Der anspruchsvolle Bergpfad oberhalb der Waldgrenze führte nach gut anderthalb Stunden zur Wallfahrtskirche. Ein reichhaltiges und liebevoll vorbereitetes Frühstücksbuffet liess die Strapazen schnell vergessen. Bei anregenden Gesprächen wurden Eindrücke ausgetauscht und das Beisammensein genossen.

Der Klang der hellen Kirchenglocke rief zur Heiligen Messe – dem spirituellen Höhepunkt des Tages. Die festliche Liturgie wurde von traditionellen Marienliedern in Deutsch und Romanisch begleitet. In seiner Predigt legte Paul Schlienger, Custos da Ziteil, das Sonntagsevangelium aus. Mit dem Wettersegen in lateinischer Sprache und dem gemeinsamen Wallfahrtslied fand die Feier ihren stimmungsvollen Abschluss. Nach dem Gottesdienst zog ein kurzer Regenschauer über das Gebiet, doch schon bald zeigte sich wieder die Sonne. Gegen Mittag kehrte die Gruppe zur Alp Munter zurück und machte sich anschliessend auf den Heimweg. Die jährliche Wallfahrt nach Ziteil ist für viele ein besonderes Erlebnis – geprägt von Natur, Glauben und Gemeinschaft. 


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