Seit 2013 lädt das neu eröffnete Museum in der Nähe von Oberuhldingen ein, die verschiedensten Epochen in der Landwirtschaft, im Handwerk und bei Automobilen zu erleben. Dabei zeigt die Ausstellung die komplette Geschichte der Motorisierung der Landwirtschaft von den ersten Traktoren um 1900 bis in die 1970er-Jahre. Nebst den rund 200 Exemplaren aus Europa, USA und Australien können über 150 Automobile und Motorräder sowie zahllose Werkzeuge und Einrichtungsgegenstände aus dieser Zeit bestaunt werden. Die Gäste bekamen einen nachhaltigen Eindruck davon, wie mühselig der Alltag und wie hart die Arbeit auf dem Land waren, aber auch die vielen Erleichterungen, die insbesondere die «Motorpferde» – so wurden Traktoren in den Anfängen genannt – mit sich gebracht haben.
Dank der kompetenten Führung erfuhren die «Jänseler» aber noch viel anderes Wissenswertes, z. B. dass es in der Schweiz gut 100 Traktorenhersteller gab oder warum sich 3-Rad-Traktoren in Europa nicht durchgesetzt haben. Oder dass in den 1950er-Jahren rund 40 Prozent des Einkommens für Lebensmittel ausgegeben wurden, während es heute weniger als 15 Prozent sind. Nachdem der geistige Hunger gestillt war, genossen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein ebenso ausgiebiges wie schmackhaftes Mittagessen. Die Stärkung war notwendig, zumal mit dem nahe gelegenen Pfahlbauerdorf schon das nächste Highlight wartete. Trotz des niedrigen Wasserstands konnten zum Glück «Mann und Maus», respektive Bus und Passagiere, mit der Fähre von Meersburg nach Konstanz übersetzen. So konnte die Rückreise auf der Schweizer Seite erheblich verkürzt werden. Die Jansen-Rentner und -Rentnerinnen blicken auf einen äusserst interessanten und geselligen Ausflug an den Bodensee zurück.
Wo nicht reicht des Bauern Kraft: Pferd, Ochs oder Dampf es schafft!