Altstätten vor 12 Stunden

Altstätter Schulrat handelt entgegen Empfehlungen

Der Klimawandel und die zunehmende Bodenversiegelung verschärfen Hitzeinseln und Hochwasserrisiken. Versiegelter Boden speichert Hitze und führt bei Starkregen zu Überlastungen.

Von René Haltinner, Philipp Specker
aktualisiert vor 11 Stunden

Als Reaktion darauf fördert der Kanton St. Gallen aktiv die Entsiegelung und das «Schwammstadt-Prinzip». Auf der Webseite des Kantons (sg.ch) steht: «Neu- und Umbauten bieten Gelegenheit, den Siedlungsraum an den Klimawandel anzupassen.» So wird unter anderem «zur Aufwertung versiegelter Flächen sowie zur Verbesserung des Mikroklimas» aufgerufen.

Der Schweizerische Lehrerverband (in der Person von Beat Schwendimann, Leiter Päd. Arbeitsstelle) fordert ebenfalls schon seit längerer Zeit, grosse Teerflächen vor Schulhäusern und Pausenhöfen zu entsiegeln.

Der Altstätter Schulrat propagiert zwar bei jeder Gelegenheit, wie wichtig ihm der Bereich Energie und Umwelt ist. Doch wenn es um die Entsiegelung von Pausenplätzen geht, scheint er all den Forderungen von Lehrerverband oder Behörde zu trotzen. So hat er in den letzten Tagen entgegen den Kantonsempfehlungen den Pausenplatz beim Schulhaus Bild frisch teeren lassen. Alternativ hätte man beispielsweise den Platz als Kiesplatz umwelt- und klimafreundlich und erst noch kostensparend entsiegeln können.

René Haltinner und Philipp Specker, Altstätten