Sie schafft unlösbare Probleme und entwertet die Familien- und Erziehungsarbeit. Zudem müssten die Ehepaare nach jedem Kalenderjahr ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse zuhanden der Steuerämter auseinanderdividieren: Wer hat wieviel verdient? Wer darf einen Kinderabzug in Anspruch nehmen? Und: Wer hat wie viel jedes Jahr «vorwärts» gemacht? Darüber geben bei den meisten Ehepaaren die gesetzlichen Bestimmungen der Errungenschaftsbeteiligung Auskunft. Es gelangen dabei immerhin 25 Artikel im Zivilgesetzbuch zur Anwendung. Diese jährliche (!) Deklaration gegenüber dem Gemeindesteueramt dürfte nicht nur «ein Chrampf» werden, sondern unter den Eheleuten als jährliche güterrechtliche Auseinandersetzung nur zu unnötigen Diskussionen führen. Lassen wir dieses missratene Experiment auf dem Papier sein. Stimmen wir Nein zur Individualbesteuerung.
Michael Schöbi, Altstätten
Nein zur Individualbesteuerung