Dass zunehmend Stimmen laut werden, welche eine grundlegende Änderung der Schulreform fordern, hat mit dem Zusammenzug der Jahrgangsklassen nichts zu tun. Sollte der Kanton neue Vorgaben bezüglich Schulform vorgeben, kann dies unabhängig vom neuen Schulmodell in Zukunft umgesetzt werden.
Mir erschliesst sich nicht, wieso sich die Schulgemeinde Rebstein dem Wandel verschliessen sollte. Der Zusammenzug von geteilten Ressourcen an einen Ort macht dann Sinn, wenn dadurch die Ressourcen besser und effizienter genutzt werden können und somit das Gesamtpaket günstiger und besser wird.
In der aktuellen Situation von angespannten Gemeindefinanzen sehe ich den Schulrat in der Pflicht, dass Einsparungen geprüft und umgesetzt werden. Hier hat somit der Schulrat seine Arbeit gemacht. Das Hauptproblem der Initianten scheint der Schulweg der Kinder und nicht das Schulmodell an und für sich zu sein. Wieso suchen wir hier nicht für den Schulweg nach Lösungen, sondern machen Stimmung gegen das neue Schulmodell?
Der Schulweg ist bereits jetzt ein Problem, schon heute müssen viele Kinder in Rebstein die Hauptstrasse überqueren, wenn sie in die Schule gehen. Somit bleibt dieses Problem auch bestehen, wenn das neue Schulmodell nicht umgesetzt werden würde. Mit einem konstruktiven Dialog wären Lösungen zu finden, da auch der Schulrat an einem sicheren Schulweg interessiert sein wird.
Verschwenden wir also keine Zeit mehr mit Vorwürfen und Paragrafenreiterei, sondern nutzen die verbleibende Zeit mit aktivem Suchen von Lösungen für den Schulweg. Ich stelle mich zur Verfügung, um bei der Lösungsfindung mitzuarbeiten, da ich mit zwei Kindern im Primarschulalter betroffen bin.
Michael Graf, Rebstein
Neues Schulmodell: Nutzen wir die Zeit, um eine Lösung zu finden