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Alle vier Jahre Alleskönner: Warum bei der WM plötzlich alle zu Fussball-Experten werden

Der WM-Rummel macht sogar Fussball-Neulinge zu Experten. «Wusstest du schon …?» höre ich dieser Tage oft. Etwa, dass das schnellste WM-Tor nach nur elf Sekunden für die Türkei im Spiel gegen Südkorea im Jahr 2002 fiel.

Von Sara Burkhard
aktualisiert vor 1 Stunde

Oder, dass das torreichste WM-Spiel jenes zwischen Österreich und der Schweiz war. Zwölf Tore gab es damals im Jahr 1954, Österreich gewann 7:5. Im Jahr 2006 gab es Kartenregen deluxe: Im Spiel Portugal gegen die Niederlande regnete es 16 gelbe und vier rote Karten.

Und der WM-Pokal ist praktisch ein reiner Goldbarren, er besteht nämlich aus 6,17 Kilo 18-karätigem Gold, am Sockel sind Halbedelsteine angebracht. Der Materialwert beläuft sich damit auf über 400 000 Franken. Beeindruckend, auch wenn mir leider noch nie jemand erzählen konnte, wo der Pokal denn genau verwahrt wird. 

Auch die Spieler liefern einiges an Wissenswertem: Der Deutsche Miroslav Klose und der Argentinier Lionel Messi sind mit je 16 WM-Toren die erfolgreichsten Torschützen aller Zeiten. Pelé ist der einzige Spieler, der drei Mal Weltmeister wurde (1958, 1962, 1970), natürlich mit Brasilien. Und einen Rekordmann können Zuschauer an dieser WM sogar live erleben: Messi hat mit 27 Einsätzen die meisten Spiele bei Fussball-Weltmeisterschaften bestritten.

Eine Zahl, die er an seiner bereits sechsten WM bestimmt noch erhöhen wird. Es sind Facts, die auf dem Pausenhof genauso frenetisch gelernt wie im Aufenthaltsraum der Firma interessiert weitererzählt werden. Und dann, im August, wieder vergessen werden. WM-Wissen: einmal alle vier Jahre extrem anwendbar und dazwischen auf das mentale Abstellgleis gestellt, zusammen mit Fun Facts über Eishockey, Basketball und kuriose Olympiasportarten.