Faustball vor 4 Stunden

Bronze war für die Schweizer an der EM das Minimalziel

Die Schweizer Männer-Nati beendet die Europameisterschaft auf dem dritten Rang. Damit haben sie das Minimalziel erreicht. In einem tollen Halbfinal gegen Deutschland standen sie der Überraschung und dem Finaleinzug sehr nahe.

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aktualisiert vor 4 Stunden

Ein einziger Punkt hat den Schweizern gefehlt, um erstmals seit 2018 wieder in einem EM-Final zu stehen. Die Schweiz, die nach einem grossen Umbruch im Kader als Aussenseiter gestartet war, forderte das favorisierte Deutschland im Halbfinal mit einem beherzten Auftritt so richtig. Im sechsten Satz erkämpften sich die Schweizer bei 10:0 sogar einen Matchball. Diesen wehrten die Deutschen jedoch ab, ehe sie sich den Satz und wenig später auch den entscheidenden siebten Satz sicherten. Den Schweizern blieb nur die Enttäuschung und die Gewissheit, ein richtig starkes Spiel gezeigt zu haben – ein schwacher Trost.

Am Tag darauf mussten die Schweizer, bei denen mit Marco Bognar, Jun Heule und Gian Kunz drei Widnauer spielten, im Bronzespiel auflaufen und nicht wie erhofft im Endspiel. Gegner in der Partie um den dritten Rang war Italien, das die Schweizer in der Vorrunde problemlos 3:0 geschlagen hatten. So einfach lief es diesmal aber nicht. Das Team der Coaches Hartmut Maus und Sven Muckle bekundete im ersten Satz grosse Mühe und streute sehr viele Fehler ein. So gelang es Italien, den Abschnitt mit 15:13 zu gewinnen und vorzulegen.

Die Schweizer liessen sich nicht aus dem Konzept bringen und wurden ihrer Favoritenrolle in der Folge gerecht. Die Sätze zwei bis fünf gingen klar an sie, dies mit dem Skore von 11:7, 11:6, 11:5 und 11:6. So gewann die Schweiz die Partie letztlich souverän mit 4:1 und holte die Bronzemedaille. In diesem Spiel kamen alle zehn aufgebotenen Spieler zum Einsatz. «Trotz des knapp verlorenen Halbfinals sind wir zufrieden mit dem Turnier und den Leistungen, die wir gezeigt haben. Darauf lässt sich für die kommenden Wettkämpfe aufbauen», sagte Mittelmann Luca Wild.

Europameisterschaft in Dänemark
Vorrunde: Schweiz – Österreich 0:3 (6:11, 11:13, 8:11), Schweiz – Italien 3:0 (11:4, 11:5, 11:7), Schweiz – Deutschland 1:3 (5:11, 11:8, 7:11, 6:11).
Viertelfinal: Schweiz – Tschechien 3:0 (11:8, 11:6, 11:6).
Halbfinal: Schweiz – Deutschland 3:4 (11:5, 6:11, 8:11, 11:5, 11:9, 10:12, 8:11).
Bronzespiel: Schweiz – Italien 4:1 (13:15, 11:7, 11:6, 11:5, 11:6).