Fussball vor 55 Minuten

Captain Sven Städler trifft doppelt und sichert Rüthi in letzter Minute einen Punkt

Der FC Rüthi und Schluein Ilanz trennten sich in der 2. Liga mit 2:2. Beide Tore für die immer noch unbesiegten Oberrheintaler erzielte Captain Sven Städler.

Von David Spirig
aktualisiert vor 51 Minuten

Es waren bereits 90 Minuten gespielt, als der FC Rüthi den letzten Eckball der Partie zur Mitte brachte. Captain Städler schraubte sich in die Höhe und köpfte den Ball ins Tor. Die Zuschauenden jubelten: Das Team von Trainer Bojaxhi hatte die Partie im letzten Moment noch ausgeglichen.

Im Gegensatz zum Schlussfurioso hatte die Partie eineinhalb Stunden zuvor relativ ereignislos gestartet. Es dauerte 14 Minuten bis zur ersten Offensivaktion. Diese gehörte den Gästen aus Graubünden. Hallauer im Tor von Rüthi parierte den Schuss von Rechenbach jedoch sehenswert. Die Antwort von Rüthi folgte sogleich: Lüchinger schlich sich durch die Abwehrreihe der Gäste, schoss dann aber knapp am Tor vorbei. 

Der FC Rüthi roch nun Lunte. Der nächste Ball in den Lauf erreichte Bojaxhi. Dieser lief am Torhüter der Gäste vorbei, verfehlte dann aber den Kasten. Doch auch der Tabellenneunte Ilanz schaffte es immer wieder, Akzente zu setzen. In der 30. Minute tankte sich Deplazes auf dem rechten Flügel schön durch und legte den Ball zur Mitte, wo Rechenbach bloss noch zum 1:0 für die Gäste einzuschieben brauchte. Und sie wollten mehr: Deplazes legte erneut einen schönen Lauf durch die gegnerische Platzhälfte hin und zog ab. Diesmal gelang es Rüthi-Verteidiger Zäch, den Ball mit einer Grätsche aus der Gefahrenzone zu befördern.

Die Gäste hatten es nach der ersten Druckphase Rüthis geschafft, das Spielgeschehen zu bestimmen. Sie kamen immer wieder über die linke Angriffsseite. Rüthi hatte dagegen Mühe, die Bündner Defensive zu fordern. Das Heimteam versuchte es auch über die Flügel, Gefahr erzeugte es dabei aber kaum.

Nach dem Seitenwechsel verhinderte Ilanz’ Goalie Alessandro Casutt den Ausgleichstreffer von Rüthis Kräuchi. Eine Minute später flog der Ball wieder in den Strafraum, und der Stürmer von Rüthi wurde gefoult. Der Schiedsrichter zeigte auf den Punkt, Städler übernahm die Verantwortung und versenkte den Ball zum Ausgleich.

Doch keine fünf Minuten später ereignete sich dasselbe auf der anderen Seite: Der Angreifer der Gäste wurde im Strafraum gefoult. Casutt brachte Schluein nach 60 Minuten aus elf Metern wieder in Führung. Durch die verstärkten Offensivbemühungen Rüthis entstanden Räume für die Gäste. In der 75. Minute wäre ein Aufbaufehler von Zäch beinahe zum Rüthner Verhängnis geworden.

In der Schlussphase rollte eine Angriffswelle nach der anderen aufs Tor der Gäste zu. Erst in der allerletzten Minute belohnte Captain Städler mit seinem Kopfballtor den FC Rüthi für seine Offensivbemühungen.