Endlich ist er da: der Sommer, und mit ihm all die Dinge, auf die wir uns im Winter gefreut haben. In die Badi gehen, Glace essen und lange, laue Grillabende. Doch wenn die Temperaturen auf Höchstwerte klettern, kann die Sommerhitze schnell zur Belastung werden. Wir haben Tipps, wie sich die aktuelle Hitzewelle besser aushalten lässt.
Handgelenke statt Gesicht kühlen
30 bis 60 Sekunden lang kaltes Wasser über die Innenseiten der Handgelenke laufen lassen. Dort verlaufen viele Blutgefässe nahe der Hautoberfläche, das zirkulierende Blut wird daher rasch abgekühlt. Das wirkt oft spürbar schneller und nachhaltiger, als sich zum Beispiel nur kurz Wasser ins Gesicht zu spritzen.
Gurken, Tomaten und Wassermelone
Bei Hitze ist Gemüse und Obst besonders empfehlenswert, weil es viel Flüssigkeit liefert und zugleich wichtige Mineralstoffe beisteuert. Am besten zu wasserreichen Sorten wie Gurken, Tomaten oder Wassermelone greifen. Aber: Lebensmittel nicht zu kalt essen und Finger weg von Mangos, Spargel oder Fenchel. Diese sollten bei Hitze nur in Massen gegessen werden, weil sie die Flüssigkeitsausscheidung fördern.
Lauwarm duschen und nicht eiskalt
Eiskalte Duschen fühlen sich zwar gut an, können aber dazu führen, dass sich die Blutgefässe verengen. Dadurch speichert der Körper die innere Hitze. Lauwarmes Wasser kühlt oft nachhaltiger, da sich die Gefässe weiten und der Körper überschüssige Wärme abgibt.
Pfefferminze effektiv nutzen
Produkte mit Menthol senken die Körpertemperatur nicht wirklich, aktivieren aber die Kälterezeptoren und können das Hitzegefühl deutlich reduzieren. Es empfiehlt sich den Tag über Pfefferminztee zu trinken. Das ätherische Öl der Pfefferminze kann an Schläfen und Stirn aufgetragen werden, an den Füssen hilft es auch bei durch Hitze angeschwollene Füsse.
Kalte Wärmeflasche und Bettlaken für nachts
Für tropische Nächte: Eine Wärmflasche mit kaltem Wasser füllen und für einige Stunden in den Kühlschrank legen. Danach ins Bett nehmen oder an die Füsse legen. Bleibt länger kühl als viele Kühlpacks. Alternativ können auch Kissenbezug oder ein dünnes Laken in einer Plastiktüte für 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank gelegt werden.
Merinowolle: Die richtige Kleidung tragen
Merinowolle eignet sich dank ihrer natürlichen Thermoregulierung hervorragend für heisse Sommertage. Die feinen Fasern transportieren den Schweiss von der Haut weg und unterstützen durch die entstehende Verdunstungskälte ein angenehmes Tragegefühl.
Elektronik-Hitze reduzieren
Router, Ladegeräte, Konsolen und grosse Bildschirme geben Wärme ab. Alles Unnötige zuhause ausschalten und ebenfalls aus dem Schlafzimmer verbannen.
Waschlappen aus dem Eisfach
Wer tagsüber im Büro mit der Hitze kämpft, kann einen trockenen Waschlappen in die Gefriertruhe (wenn vorhanden) oder für einige Stunden in den Kühlschrank legen. Anschliessend den kalten Lappen in den Nacken legen.
Scharf essen an heissen Tagen
Klingt widersinnig, kann aber helfen: Der Scharfstoff Capsaicin regt die Schweissproduktion an. Durch das Verdunsten des Schweisses auf der Haut entsteht ein natürlicher Kühleffekt. Aber: Auf die Dosis achten und nicht übertreiben. Denn zu extreme Schärfe kann den Kreislauf wiederum belasten.
Diese Tipps dienen als Orientierung. Wer sich aufgrund der Hitzebelastung dauerhaft unwohl fühlt, sollte eine Ärztin oder einen Arzt konsultieren. Das Bundesamt für Gesundheit stellt auf seiner Webseite unter folgendem Link ausserdem einen Leitfaden zum Verhalten bei Hitze zur Verfügung:
www.bag.admin.ch/de/hitze.
Cool bleiben während der Hitzewelle: Tipps für Alltag und tropische Nächte