Mit dem Pop-up-Museum will der Verein Biedermeier Heiden die Epoche von 1815 bis 1848 auf kleinem Raum vermitteln. Die Ausstellung «Biedermeier. Die Kunst der Gemütlichkeit» zeigt historische Exponate und erklärt, weshalb die Biedermeierzeit in Heiden bis heute eine besondere Rolle spielt, wie der Verein mitteilt.
Als Ausstellungsraum dient ein übergrosser, begehbarer Biedermeierschrank. Als Vorlage diente ein Kirschholzschrank aus dem Jahr 1815 aus der Region. Gestaltet wurde das Pop-up-Museum von Kaba Rössler und Nadine Schneider von der Imachine Projekt AG.
«Wir spielen mit einem Paradoxon, indem wir einen Biedermeierschrank – der historisch als geschlossenes Solitärmöbel für den privaten Rückzug steht – öffentlich und begehbar machen», erklären die beiden Gestalterinnen.
Bei der Eröffnung verwies Norbert Näf, Präsident des Vereins Biedermeier Heiden und OK-Präsident des Biedermeier-Fests, auf die lange Tradition des Biedermeierwesens im Ort. «Heiden und das Biedermeier sind untrennbar verbunden», sagte Näf. Seit 1988 werde die Tradition im Dorf gepflegt.
Biedermeiergruppen aus Heiden treten laut dem Verein auch ausserhalb der Gemeinde auf, etwa am Sechseläuten, an der Basler Messe oder am Olma-Umzug. Bei der Eröffnung auf dem Kirchplatz waren rund ein Dutzend Personen in Biedermeierkleidung dabei.
Das Pop-up-Museum ist vom 20. August bis 6. September täglich von sieben bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Das 9. Biedermeier-Fest findet am 5. und 6. September in Heiden statt.
Das kleinste Pop-up-Museum in Heiden eröffnet